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18. Dez 2025

Abschluss der Bodensanierung an der Färberstraße in Lage

Nach Abschluss der Sanierung des Altstandortes Färberstraße, die unter Federführung des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung in enger Abstimmung mit dem Kreis Lippe und der Stadt Lage im Juli 2025 erfolgte, konnte die Stadt Lage als Eigentümerin der Fläche diese im Anschluss nachhaltig umgestalten.

Durch die Abstimmung der Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen konnten Kosten eingespart werden: Die Baugrube aus der Sanierung wurde nicht wieder vollständig verfüllt, sondern nur bis zur geplanten Muldentiefe.

Die neu gestaltete Fläche übernimmt künftig mehrere Funktionen:

• Sie kann im Starkregenfall bis zu 400 m³ Regenwasser speichern.
• Ein Teil der Fläche dient der Teilversickerung von Regenwasser und entlastet den Mischwasserkanal.
• Die Grundwasserneubildung wird gefördert.
• Zwölf neu gepflanzte Bäume tragen durch ihre Verdunstungsleistung zur Verbesserung des Mikroklimas bei.

Die Umgestaltung erfolgte durch den städtischen Bauhof in mehreren Arbeitsschritten. Die Maßnahme ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Klimaanpassung und städtischen Umweltplanung. Die Stadt Lage plant weitere Projekte in der Kernstadt: So soll 2026 ein Retentionsraum im Bereich Jahnplatz und Im Gerstkamp entstehen, inklusive einer Retentionsrinne zur gezielten Regenwasserrückhaltung.

Zur Vorgeschichte der Färberstraße

Die Sanierung des nordöstlichen Innenstadtbereichs von Lage war notwendig, da die Verunreinigung seit 1874 nach und nach entstand – ursprünglich durch eine Färberei, später durch eine chemische Reinigung. Die Belastung des Bodens, der Bodenluft und des Grundwassers wurde erst im Jahr 2006 festgestellt.

Um die Gesundheit der Bewohner zu schützen, wurden bereits im Vorfeld die betroffenen Wohnhäuser aufgekauft und freigezogen. In enger Abstimmung mit dem AAV wurden umfangreiche Rückbauarbeiten durchgeführt, darunter Abriss der Gebäude, Entfernung belasteter Bodenplatten sowie Bodenaustausch bis in 2,5 Meter Tiefe. Insgesamt wurden rund 1.600 Tonnen kontaminierten Bodens fachgerecht entsorgt.

Nach einer Monitoring-Phase soll im Lauf des Jahres 2026 noch eine Grundwassersanierung beginnen, die ebenfalls unter Federführung des AAV erfolgen soll. 

Bild: Partner bei der Sanierung (v.l.): Melanie Gröbe (stellv. Projektleiterin, Umweltbüro Lippe), Christian Kerkmann (Untere Bodenschutzbehörde, Kreis Lippe), Sven Anders (FT Stadtentwässerung, Stadt Lage), Dr. Engelbert Müller, (AAV, Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung) und Thorsten Paulussen (1. Beigeordneter, Stadt Lage).

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