Unter dem Namen CirQualityOWL plus (CQOWLplus) entwickeln der Kreis Lippe und zehn weitere Akteure aus Ostwestfalen-Lippe Konzepte, wie unter anderem Ressourcen zum Bauen oder beispielsweise Lieferketten zirkulär werden können. Im Vordergrund dabei steht, dass Materialien möglichst lange ohne Verlust in einem Kreislauf – also zirkulär – in einer sogenannten „Kreislaufwirtschaft“ genutzt werden können. Das trägt zur Ressourcenschonung, nachhaltiger Wirtschaft und zum Klimaschutz bei.
Unternehmen, Kommunen, Bildungs- oder Forschungseinrichtungen und weitere Akteure aus der ganzen Gesellschaft brauchen praktische Modelle, um Arbeitsplätze zu sichern und zukunftsfähige Produkte zu entwickeln. CQOWL plus unterstützt diese Institutionen bei dem Übergang zu einer Wirtschaft, die Ressourcen schont, Abfälle minimiert und die Wiederverwendung von Materialien und Rohstoffen fördert.
CQOWL plus organisiert unter anderem Workshops sowie Veranstaltungen und bringt Experten und Praktiker zusammen, um gemeinsam Konzepte für zirkuläres Handeln sowie praktische Prozesse zu testen. Erfahrungen aus dem breiten Netzwerk sowie Best Practice Beispiele bilden die Grundlange für die gemeinsame Entwicklung von Ideen und Lösungen.
Qualifizierung
In diesem Bereich entwickeln Studierende zusammen mit Akteuren aus Unternehmen und Gesellschaft Ideen und Lösungen für Qualifikationsformate im Hochschul- und Arbeitsleben . Gleichzeitig sollen spezifische Inhalte zur Kreislaufwirtschaft fachübergreifend in die Lehrpläne der Studierenden integriert werden, um so zukünftige Fach- und Führungskräfte vorzubereiten.
SSCM (Zirkuläres Lieferkettenmanagement)
Hier geht es darum, wie Firmen in ihren Lieferketten besser zusammenarbeiten können, um weniger Müll zu produzieren und Ressourcen wiederzuverwenden. Der Fokus liegt insbesondere darauf, die Prozesse von Medizin- und Kunststoffherstellern umweltfreundlicher zu gestalten.
Bauwende
Das Aktionsfeld beschäftigt sich damit, wie im Bauwesen Materialien wiederverwertet und Gebäude nachhaltiger saniert oder gebaut werden können. Dafür soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Architekten, Planung und Kommunen gefördert werden.
Ressourcen / Abfall- und Kreislaufwirtschaft der Zukunft für OWL
In diesem Bereich arbeiten die Akteure daran, wie Abfälle wiederverwertet werden können. Ziel ist es, dass verschiedene Branchen zusammenarbeiten, um für Materialien, die schwer recyclingfähig sind, eine Lösung zu finden.
Der Kreis Lippe hat als Genehmigungsbehörde eine aktive Rolle, beispielsweise bei Ausschreibungen, Genehmigungsverfahren oder Strategien zur Klimaanpassung. Nachhaltigkeit und zirkuläres Bauen ist nicht nur Aufgabe der Industrie. Gerade im Kontext von Klimaschutz bzw. Klimapositivität sind Impulse für eine zirkuläre Transformation wichtig. Alles fängt mit der Planung an: Hier ist die öffentliche Verwaltung in der Verantwortung, Effektivität, Konsistenz und Qualität neu zu denken und überalterte Routinen anzupassen. Gemeinsam mit den zehn Projektpartnern treibt der Kreis Prozesse mit Politik, Verwaltungen und Kommunen voran.
Umfangreiche Informationen gibt es auf der Internetseite von CirQuality OWL plus.
Das Vorhaben CirQuality OWL plus wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Land NRW gefördert.







