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Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse breitet sich aus

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist eine invasive Hornissen-Art. Sie ist kleiner als die hier heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro). Über Frankreich hat sich die, auch als Gelbfüßige Hornisse bezeichnete, Art über die Rheinschiene in Deutschland und auch in NRW ausgebreitet und etabliert. In den letzten zwei Jahren ist sie nun auch in Ostwestfalen-Lippe angekommen.

Seit letztem Jahr gilt die Art als etabliert. Eine Meldung von Sichtungen einzelner Tiere oder Nester mit Tieren ist nicht verpflichtend, sollte aber dennoch erfolgen, um die Ausbreitung im Blick zu behalten. 

Merkmale der Asiatischen Hornisse

Aussehen

  • schwarze Brust
  • dunkler Hinterleib mit gelben Binden
  • schwarz-gelbe Beine
  • Größe: bis zu 3,2 cm Länge, grundsätzlich kleiner als die Heimische Hornisse
Asiatische Hornisse Ansicht von oben
Asiatische Hornisse

Ein Stich von der Asiatischen Hornisse ist nicht schmerzhafter oder gefährlicher als der einer Wespe oder Biene. Allerdings kann, wie bei ihnen, auch der Hornissenstich bei Personen mit Bienengift-Allergie gefährlich sein.

Die Asiatische Hornisse greift Honigbienen und viele andere Insekten an, um ihre Larven zu ernähren. Ihre Angriffe können die Bienen beim Sammeln von Nektar behindern, wodurch die Völker manchmal im folgenden Winter an Nahrungsmangel leiden.

Das Nest 

Standort

  • Gründung in Bodennähe, Strauch, Schuppen, o.ä.
  • Sekundärnest in großer Höhe (ab 10m) freihängend hoch in Bäumen oder unter Dachvorsprüngen

Größe und Form

  • 60 bis 100 cm
  • birnenförmig
  • Einflug im oberen Drittel seitlich
  • „muschelartige“ Struktur
  • freihängend
Primärnest Tennisball groß, mit Königin
Primärnest Tennisball groß, mit Königin
Sekundärnest in großer Höhe
Sekundärnest in großer Höhe

Eine Gefahr kann bei unbeabsichtigter Störung in Nestnähe oder des Nestes bestehen, da die frühen Nester auch in Hecken, Gebüschen oder an Gebäuden gebaut werden bevor das Volk dann umzieht und bis zu Medizinball große Nester in die Baumkronen baut. Diese sind schwer zu finden, daher ist ein frühes Melden von Tieren und Nestern mit Tieren mit Foto und Standort beim Meldeportal für Neobiota des Landesamtes LANUK sehr wichtig.

Schutz der heimischen Arten und weitere Unterstützung

Die Imker im Kreis Lippe sind gut vorbereitet und haben einen Obmann als Ansprechpartner sowie ausgebildete Beraterinnen und Berater. Die Ehrenamtler des im Kreis Lippe stehen Bürgerinnen und Bürgern beratend bei allen Fragen zu Wespen und Hornissen, Hummeln und Wildbienen zur Seite.

Eine Bekämpfung durch sachverständige Firmen erfolgt nach Einzelfallprüfung durch die Untere Naturschutzbehörde. Dazu wenden Sie sich an direkt in die oder an das Netzwerk Fachberatung Wespenschutz.

Tier oder Nest mit Tier gesichtet?

Wenn Sie eine Asiatische Hornisse gesichtet haben, machen Sie ein Foto von dem Tier und senden Sie das Bild mit Information über den Ort der Sichtung an das Meldeportal für Neobiota des Landesamtes LANUK.

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