Wenig Wasser in lippischen Gewässern – Kreis mahnt zur Sparsamkeit

Während sich viele Lipper über das sommerliche Wetter freuen, sorgt die Trockenheit bei Landwirten, Kleingärtnern, Teich- und Wasserkraftanlagenbetreibern für Verdruss. Wassermangel lässt eine schlechte Ernte erwarten. In Folge des knappen Wassers treten aber auch in vielen Fischteichen sehr niedrige Wasserstände und somit eine Gefahr für den Besatz auf. Bestes Beispiel hierfür ist aktuell das Trockenfallen des Postteiches in Heidenoldendorf. Der Kreis Lippe weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Bürger sparsam mit Wasser umgehen sollen.

Auch in Lippes Bächen tritt Wassermangel auf. In Folge der Trockenheit führen diese zurzeit nur wenig Wasser. In den zurückliegenden Jahren haben sich die  Zeiträume von sehr geringen Abflüssen in den Gewässern gehäuft. Dies ist ein großes Problem für die Fische und Kleinstlebewesen in unseren Gewässern. Umso wichtiger ist es, dass dieser Niedrigwasserabfluss im Bach verbleibt. „Leider gibt es in ganz Lippe jedoch immer wieder einige Bürger, die das Restwasser aus den Gewässern für sich beanspruchen“, weiß Rüdiger Kuhlemann, Fachgebietsleiter der unteren Wasserbehörde beim Kreis Lippe. Als Gemeingebrauch von Gewässern ist laut Landeswassergesetz in NRW jedoch lediglich „das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen“ zulässig. „Fische können leider nicht auf dem Trockenen schwimmen“, betont Kuhlemann. „Die illegale Wasserentnahme missachtet verschiedene Regelungen des Wasserhaushalts- und Landeswassergesetzes und kann mit einem Bußgeld belegt werden“. Der Kreis wird daher in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt ein Auge auf die Gewässer in Lippe haben.

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Illegale Wasserentnahme aus Bächen: Der Kreis Lippe wird in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt kontrollieren und bei Verstößen Bußgelder verhängen. (Foto: Kreis Lippe)