Punktsytem (Fahreignungs-Bewertungssystem nach § 4 StVG)

Das Fahreignungs-Bewertungssystem dient im Wesentlichen dazu, die Allgemeinheit vor ungeeigneten Kraftfahrern zu schützen. Zu diesem Zweck werden im Fahreignungsregister, das beim Kraftfahrt-Bundesamt geführt wird, Entscheidungen von Fahrerlaubnisbehörden, Bußgeldbehörden und Gerichten zentral erfasst. Die eingetragenen Entscheidungen werden dabei gewichtet, indem sie auf der Grundlage des aktuellen Punktekatalogs mit Punkten bewertet werden. Je nach Punktestand haben die Fahrerlaubnisbehörden folgende, für die Betroffenen kostenpflichtige Maßnahmen zu veranlassen:

  • Ermahnung bei 4-5 Punkten
  • Verwarnung bei 6-7 Punkten
  • Entziehung der Fahrerlaubnis bei 8 und mehr Punkten

Sobald jemand 4 oder 5 Punkte im Fahreignungsregister „gesammelt" hat, wird der Betroffene über den registrierten Punktestand informiert und von der Führerscheinstelle ermahnt. Bei nicht mehr als 5 registrierten Punkten hat der Betroffene die Möglichkeit, durch den freiwilligen Besuch eines Fahreignungsseminars Mängel in der Einstellung zum Straßenverkehr und zum Fahrverhalten zu erkennen und abzubauen. Durch den freiwilligen Besuch dieses Seminars kann 1 Punkt abgebaut werden. Dies ist jedoch nur einmal in 5 Jahren möglich.
Bei 6 oder 7 registrierten Punkten wird der Betroffene von der Führerscheinstelle verwarnt. Auch hier besteht die Möglichkeit, durch die freiwillige Teilnahme am Fahreignungsseminar Mängel in der Einstellung zum Straßenverkehr und zum Fahrverhalten zu erkennen und abzubauen. Allerdings erfolgt in diesem Fall kein Punktabzug.

Informationen zum Fahreignungsseminar können bei den Fahrschulen eingeholt werden.

Bei 8 und mehr Punkten muss die Fahrerlaubnis entzogen werden.

 

Rechtsgrundlagen:

Straßenverkehrsgesetz, Fahrerlaubnisverordnung und Ausführungsbestimmungen

 

Welche Kosten entstehen?

Unterschiedliche Verwaltungsgebühren je nach Art der getroffenen Maßnahme, ggf. zuzüglich weiterer Kosten für den Besuch eines Fahreignungsseminars.