Verkehrsschauen

Entsprechend der allgemeinen Verwaltungsvorschrift der Straßenverkehrsordnung werden Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen vor Ort überprüft. Dazu werden regelmäßig Bereisungen des örtlichen (Stadt- und Gemeindestraßen) und überörtlichen (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) Straßennetzes durchgeführt.

Wissenswertes

Die Straßenverkehrsbehörden haben bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf des Verkehrs zu prüfen. Dabei wird besonderes darauf geachtet, dass Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen - auch bei Dunkelheit - gut sichtbar sind und sich in einem guten Zustand befinden und dass die Sicht an Kreuzungen, Bahnübergängen und Kurven ausreicht oder ob sie sich noch verbessern läßt.
Gefährliche Stellen werden darauf hin überprüft, ob ergänzend zu den Verkehrszeichen oder an deren Stellen durch Verkehrseinrichtungen, wie Leitpfosten, Leittafeln oder durch Schutzplanken oder bauliche Maßnahmen ausreichend sichern lassen.
Soweit erforderlich können Sie auch solche Maßnahmen bei uns anregen. Oft werden gezielt Anträge zur Verbesserung von Verkehrsabläufen gestellt. Vor einer abschließenden Entscheidung werden in der Regel die Anträge vor Ort im Rahmen einer örtlichen Verkehrsschau mit Vertretern sämtlich zu beteiligender Fachbehörden geprüft.
Alle 2 Jahre haben die Straßenverkehrsbehörden darüber hinaus im Rahmen einer umfassenden Verkehrsschau die Straßen von erheblicher Verkehrsbedeutung zu überprüfen.
 
An den Verkehrsschauen sind die Polizei und die Straßenbaubehörden beteiligt; soweit erforderlich nehmen auch öffentliche Verkehrsunternehmen oder ortsfremde Sachkundige aus Kreisen der Verkehrsteilnehmer daran teil.
Bei der Prüfung der Sicherung von Bahnübergängen werden die Bahnunternehmen und für andere Schienenbahnen ggf. die für die technische Bahnaufsicht zuständigen Behörden hinzugezogen.
 
Weiteres Ziel der Verkehrsschauen ist es, sämtliche Verkehrszeichen auf ihren tatsächlichen Nutzen hin zu überprüfen und überflüssige Schilder abzubauen.

Welche Unterlagen sind zur Antragstellung notwendig?

Ein formloser Antrag auf Durchführung von örtlichen Verkehrsschauen genügt. Für die überörtliche Verkehrsschau ist kein Antrag erforderlich, hier besteht ein gesetzlicher Auftrag.

Rechtsgrundlagen:

§ 45 Abs. 3 Verwaltungsvorschrift Straßenverkehrsordnung.