Streckenliste und Abschussplan

Informationen zur monatlichen Streckenliste:

In der monatlichen Streckenliste wird jedes Wild (Jagdstrecke und Fallwild) eingetragen. Das Führen der Liste ist Aufgabe der/des Jagdausübungsberechtigten. Die Eintragungen müssen innerhalb eines Monats erfolgen.

Schalenwild wird einzeln mit Abschuss- bzw. Funddatum und nach Geschlecht und Altersklasse getrennt eingetragen; sonstiges Haar- und Federwild mit den monatlichen Gesamtzahlen (aufgeteilt nach Abschuss, Fallwild, Fang-/ Baujagd).

Diese monatliche Streckenliste ist mir nur auf Verlangen vorzulegen.

Den Papiervordruck für die Streckenliste können Sie bei Bedarf bei der unteren Jagdbehörde abholen. Falls Sie die Streckenliste lieber digital führen wollen, können Sie gern die monatliche Streckenliste als Excel-Datei nutzen. Die Summen werden automatisch berechnet und können dann bequem in die jährliche Streckenliste übernommen werden.

Download monatliche Streckenliste

Informationen zur jährlichen Streckenliste:

Die jährliche Streckenliste fasst die Jahressummen für Ihr Revier zusammen. Sie erfolgt dementsprechend zum Ende eines Jagdjahres.

Sie ist mir bis zum 15.04. eines jeden Jahres vorzulegen.

Im Januar erhalten Sie von der unteren Jagdbehörde das Dokument zur Meldung der Jagdstrecke für das aktuelle Jagdjahr. Dieses wird an die/den Jagdausübungsberechtigten (bzw. bei mehreren an den bei mir hinterlegten Ansprechpartner für die Streckenliste) per Post bzw. per E-Mail versandt.

Informationen zum Abschussplan:

Was ist ein Abschussplan?

Ziel ist es, einen gesunden Wildbestand zu erhalten, Ansprüche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden zu wahren und den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege zu berücksichtigen.

Um dieses Ziel zu erreichen darf Schalenwild (außer Reh- und Schwarzwild) sowie Auer-, Birk- und Rackelwild nur im Rahmen eines Abschussplans erlegt werden. Hier erfolgt eine zahlenmäßige Aufteilung nach Wildarten und Geschlecht, bei männlichem Schalenwild auch nach Klassen.

In Lippe gibt es Abschusspläne für Reviere in den Verbreitungsgebieten für Dam- und Rotwild sowie für Reviere mit Muffelwildvorkommen.

Wer erstellt den Abschussplan?

Diese Aufgabe obliegt der/dem Jagausübungsberechtigten. Den Vordruck hierfür erhalten Sie von der unteren Jagdbehörde.

Muss der Abschussplan genehmigt werden?

Ja. Bitte sorgen Sie dafür, dass der Abschussplan mit allen nötigen Unterschriften (alle Pächter, Verpächter und Vorsitzende/r der Hegegemeinschaft) jeweils bis zum 01. April bei der unteren Jagdbehörde vorliegt. Nur so kann das Genehmigungsverfahren rechtzeitig zum Jagdbeginn abgeschlossen sein.

Was ist sonst zu beachten?

Der Abschussplan muss erfüllt werden. Die bestätigten/festgesetzten Abschüsse für weibliches Schalenwild und für Kälber gelten als Mindestabschüsse; sie können bis zu 20 Prozent überschritten werden.

Der Abschussplan für Muffelwild ist ein Mindestabschussplan, d. h. dass die bestätigten/festgesetzten Abschüsse erfüllt werden müssen. Abschüsse darüber hinaus sind ohne weitere Genehmigung erlaubt.

Wurde der Abschussplan fristgerecht eingereicht und hat die untere Jagdbehörde ihn nicht bis zum 01. Mai bestätigt oder festgesetzt?  In diesem Fall  gilt für Schmaltiere und Schmalspießer die Höhe des bestätigten oder festgesetzten Abschusses des Vorjahres als genehmigt.