Überwachung von Tierarzneimitteln

Der Einsatz von Arzneimitteln ist in gewissem Umfang zur Gesunderhaltung der Tierbestände unerlässlich.
Andererseits stellen Arzneimittel als Rückstände in Lebensmitteln ein bekanntes Problem dar. Wenn Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen, Arzneimittel erhalten, muss der Landwirt in der Regel eine Wartezeit einhalten. In diesem Zeitraum ist bei den Tieren mit Rückständen zu rechnen und sie dürfen nicht der Schlachtung zugeführt werden. Deshalb überprüft der Amtstierarzt bereits in den tierärztlichen Hausapotheken und in den Tierhaltungsbetrieben den ordnungsgemäßen Einsatz von Arzneimitteln, in den Schlachtbetrieben wird die Einhaltung der Wartezeit durch Untersuchungen stichprobenartig kontrolliert.

Antibiotika-Datenbank

Die Halter von Masttieren (Rinder, Schweine, Hähnchen und Puten) sind seit dem 01.07.2014 verpflichtet, Tierzahlen und eingesetzte Antibiotikaanwendungen halbjährlich zu melden. Ziel der Auswertung und der Umsetzung von Maßnahmen ist die Minimierung des Antibiotikaeinsatzes. Näheres finden Sie hier


"Orale Anwendung von Tierarzneimitteln im Nutztierbereich über das Futter oder das Wasser"

In landwirtschaftlichen Betrieben erfolgt die orale Medikation von Tieren entweder mit pulverförmigen oder in Trinkwasser zu lösenden Fertigarzneimitteln oder durch Anwendung von Fütterungsarzneimitteln. Der am 20.05.2014 im Bundesanzeiger (BAnz AT) veröffentlichte Leitfaden zur oralen Medikation von Tieren soll eine ordnungsgemäße, die Lebensmittelsicherheit und die Tiergesundheit wahrende Anwendung von oralen Fertigarzneimitteln oder Fütterungsarzneimitteln erleichtern. Er vermittelt wichtige Informationen zur Auswahl des Arzneimittels, Dosierung und Abgabe, Verabreichung, Lagerung und Transport, Vermeidung von Verschleppungen im Betrieb sowie zur Kontrolle.

Hier finden Sie den Leitfaden