Hasenpest

In 2014 wurde auch im Kreis Lippe erstmals der Erreger Francisella tularensis bei einem Hasen nachgewiesen und tritt weiterhin vereinzelt auf.

Tularämie, die sogenanne Hasenpest, ist auch für den Menschen infektiös und kann eine schwere Erkrankung nach sich ziehen. Der Kreis Lippe bittet daher die Bevölkerung:

Wer Hasen oder Kaninchen entdeckt, die tot, krank oder verhaltensauffällig sind, sollte dies dem örtlichen Jäger melden. Jäger sollten bei direktem Kontakt mit erlegten, tot aufgefundenen oder erkrankten Hasen oder Wildkaninchen hygienische Vorsichtsmaßnahmen (Einweghandschuhe und ggf. Mundschutz) beachten. Tote Hasen und Wildkaninchen können in Absprache mit dem Fachgebiet Veterinärangelegenheiten, Lebensmittelüberwachung dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe zur Untersuchung zugestellt werden.

"Bei Tieren gelten vor allem Hasen, Wildkaninchen, aber auch Hauskaninchen, Meerschweinchen und Mäuse als hochempfänglich für die Seuche. Unsere Haustierarten gelten ansonsten als mittel bis gering empfänglich. Die klinischen Symptome beim Tier sind erst sehr unspezifisch: Verlust der natürlichen Scheu, Abmagerung und Benommenheit können insbesondere beim Hasen Hinweis auf die Hasenpest sein!", informiert Dr. Michael Schürmann, beamteter Tierarzt beim Kreis Lippe.

Für alle Fragen rund um die Tierseuche Tularämie steht Dr. Michael Schürmann unter der Telefonnummer 05231/62-2154 oder m.schuermann@kreis-lippe.de als Ansprechpartner zur Verfügung.

Weiteres zum Thema Hasenpest finden Sie hier:

Landwirtschaftliches Wochenblatt vom 23.10.2015
Landwirtschaftliches Wochenblatt vom 17.10.2014
Landwirtschaftliches Wochenblatt vom 16.07.2013