Ansteckende Blutarmut der Einhufer (Equine infektiöse Anämie, EIA)

Von dieser durch Retroviren ausgelösten Blutarmut sind in erster Linie Pferde, aber auch Esel und Maultiere/-esel betroffen. Verbreitungsgebiete für die EIA sind Nord- und Südamerika, Afrika, Asien, Australien und auch Süd- und Osteuropa. In Deutschland kam es meist nur sporadisch zu positiv getesteten Tieren.
Seit Juni 2017 wird EIA erneut gehäuft in Deutschland (Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern) nachgewiesen. Betroffene Tiere können Fieberanfälle und Leistungseinbußen haben, aber auch über Jahre ohne weitere Anzeichen infiziert sein. In dieser Zeit stellen sie eine Infektionsquelle für andere Einhufer dar. Eine Übertragung erfolgt durch blutsaugende Insekten (u.a. Pferdebremsen) oder direkten Blutaustausch. Nur bei sehr engem Kontakt von Pferden kann auch eine unmittelbare Übertragung erfolgen.

Aktuelle Meldungen zum Seuchengeschehen