Auch weiterhin ist Vorsicht geboten

Insgesamt sind in den letzten Wochen keine neuen Fälle von Geflügelpest in Deutschland aufgetreten. Geflügelhalter sind aber nach wie vor dazu aufgefordert, ihr Geflügel zu beobachten und vermehrte Verluste oder klinische Verdachtsmomente anzuzeigen. Außerdem sollte Geflügel weiterhin nicht im Freien gefüttert und getränkt werden.
Schließlich erinnert das Veterinäramt daran, dass jegliches Geflügel bei der Tierseuchenkasse gemeldet sein muss!
„ Die Gefahr einer Infektion mit Geflügelpestviren ist in Ostwestfallen-Lippe noch immer nicht bei Null!“, so Dr. Ulrich Kros, „Das Schlimmste scheint aber hinter uns zu liegen! Geflügelhalter sollten sich aber zukünftig damit auseinandersetzen, dass die tierschutzkonforme Aufstallung von Geflügel insbesondere im Herbst und Winter immer wieder ein Mittel zur Verhütung von Geflügelpest sein kann! Danke an alle Halter, die sich bis jetzt an die Maßnahmen gehalten haben! “

Eine Stallpflicht besteht derzeit nicht mehr. Näheres entnehmen Sie bitte der Allgemeinverfügung:

Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Anordnung zur Aufstallung von Geflügel im Kreis Lippe



Erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelhaltungen

Jeder Geflügelhalter trägt die Verantwortung, eine Einschleppung und Weiterverbreitung von Krankheitserregern in bzw. aus seinem Geflügelbestand zu verhindern.
Hierfür sind entsprechende Betriebshygienemaßnahmen zu beachten (sog. Biosicherheitsmaßnahmen).

Dazu gehören insbesondere

  • Ställe oder sonstige Standorte, an denen Geflügel gehalten wird, sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern (z. B. abschließbare Türen, Hinweisschild)
  • Ställe oder sonstige Standorte des Geflügels dürfen von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutz- oder Einwegkleidung betreten werden. Nach Verlassen der Stallungen ist diese Kleidung wieder unverzüglich abzulegen
  • Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren bzw. unschädlich zu beseitigen
  • An den Eingängen zur Geflügelhaltung ist eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände und zur Desinfektion der Schuhe vorzuhalten (z. B. Desinfektionsmatten, -wannen)

    Merkblatt “Nutzgeflügel schützen“

Zudem muss jeder Halter von Geflügel ein Bestandsregister führen, in dem Zu- und Abgangsdaten für das Geflügel aufgeführt werden. Zusätzlich ist für jeden Werktag die Anzahl von verendetem Geflügel einzutragen.

Wir erinnern in diesem Zusammenhang noch einmal dringend daran, dass alle Geflügelhaltungen gemeldet werden müssen. Das gilt unabhängig von der Anzahl der gehaltenen Tiere. Auch private Halterinnen und Halter von Geflügel müssen ihre Tiere bei der Tierseuchenkasse melden.

Hier gelangen Sie zum Meldebogen der Tierseuchenkasse

 

Allgemeine Einschätzungen zur Verbreitung der Geflügelpest und zur aktuellen Risikobewertung finden Sie hier:

Friedrich-Loeffler-Institut:

Qualitative Risikobewertung zur Einschleppung sowie zum Auftreten von hochpathogenem aviären Influenzavirus
Herkunft und Verbreitung des Virus H5N8