Koi-Herpesvirus Infektion der Karpfen

Diese Herpesvirusinfektion führt zu hohen Krankheits- und Todesraten in betroffenen Beständen mit Karpfen und karpfenartigen Fischen. Die Ansteckung erfolgt durch virushaltiges Wasser, erkrankte Fische und deren Ausscheidungen. Fische können auch resistent sein, keine Krankheitsanzeichen zeigen und somit andere infizieren. Eine häufige Eintragsquelle stellen Zukäufe, aber auch Ausrüstungsgegenstände, Personenverkehr, Wildtiere (u.a. Waschbären) oder Vögel dar.
Eine Wassertemperatur um 20°C sorgt für optimale Bedingungen für das Virus, mit entsprechend hohen Verlustraten bei den Fischen. Diese sind zunächst unkoordiniert, zeigen Fressunlust, eingefallene Augen und vermehrte Schleimbildung. Tote Fische weisen Hautveränderungen und nekrotische Kiemen auf.
Im Kreis Lippe traten ab Mai 2017 Fälle von Koi-Herpesvirus (KHV) auf. Sollten Sie den Verdacht haben, dass ein Seuchengeschehen vorliegt, wenden Sie sich bitte an die beamtete Tierärztin Frau Rottmann aus dem Fachgebiet Veterinärangelegenheiten, Verbraucherschutz unter Tel.: 05231-62-2230. Für den KHV besteht Anzeigepflicht.