Der Kreis Lippe schafft einen „Ort der Kinderrechte“!

Jetzt sind die Kinder und Jugendlichen gefragt. Zusammen mit dem kreativen Nachwuchs wollen wir an einem Ort in Lippe die Kinderrechte sichtbar machen. Es soll ein Ort für kleine und große Leute entstehen, an dem sie spielerisch die wichtigsten Kinderrechte kennenlernen können und ihr Wissen erweitern können. Dies soll, ähnlich wie bei einem Trimm-dich-Pfad, allein, mit der Familie oder Freunden möglich sein. Kitas, Schulen und andere Institutionen aus ganz Lippe können den „Ort der Kinderrechte“ für Ausflüge und Projekte zum Thema Kinderrechte nutzen.

Wichtig für die Akzeptanz wird eine ansprechende Gestaltung der Stationen sein. Daher sollen Kinder und Jugendliche aus Lippe bereits bei der Entwicklung der Stationen sowie dem endgültigen Namen beteiligt werden.

In einem Wettbewerbsformat können sie ihre Wünsche und Ideen einbringen: Unterstützt durch pädagogische Fachkräfte und regionale Kunstschaffende können die Kinder und Jugendlichen, zusammen mit ihrer Kita, einer Grundschule, den weiterführenden Schulen oder einem Jugendzentrum, Vorschläge einreichen. Eine Jury wird anschließend eine Auswahl treffen, welche Ideen umgesetzt werden. Mehr Informationen über den Wettbewerb gibt es bei der Ansprechpartnerin Mareike Brinkmeyer unter m.brinkmeyer@kreis-lippe.de.

Bis zum Sommer 2020 sollen die ersten Stationen entstehen. Johannes-Wilhelm Rörig, unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, übernimmt die Schirmherrschaft über das Projekt. Seine Botschaft zum „Ort der Kinderrechte“:

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Foto: Christine Fenzl / www.christinefenzl.com

„Ich freue mich, dass der Kreis Lippe mit dem „Ort der Kinderrechte“ einen Lernort schaffen möchte, an dem Kinder und Jugendliche die UN-Kinderrechte kennenlernen können.  Sehr gerne übernehme ich hierfür die Schirmherrschaft.

Vor 30 Jahren hat Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Sie sichert allen Kindern das Recht auf Entwicklung, Schutz, Förderung, Gesundheit, Bildung und Beteiligung über alle sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Unterschiede hinweg zu. Doch mangelt es noch immer an der Umsetzung. Gesetzlich verankerte Kindergrundrechte sind leider kein Schutzschild, aber: Sie sind ein Fundament, auf dem guter Kinderschutz weiter gedeihen kann. Denn Kinder können sich nicht alleine schützen. Sie brauchen Erwachsene, die sie ernst nehmen, ihnen mit Zuneigung und Respekt begegnen und ihre Selbstbestimmung fördern.

Vor allem aber geht es darum, Mädchen und Jungen in ihrem Alltag zu ermutigen, sie selbst zu sein, ohne die Grenzen anderer zu überschreiten.  Eine so verstandene präventive Erziehungshaltung – in der Familie, aber auch in pädagogischen Einrichtungen – ist ein wesentlicher Schritt für das Empowerment und den Schutz von Kindern.

Kindergrundrechte im Grundgesetz wären eine notwendige Selbstverpflichtung der Gesellschaft, Kindern immer und überall mit Wertschätzung zu begegnen. Eine Gesellschaft, die die Rechte von Kindern und Jugendlichen ernst nimmt und sie ihnen altersgemäß vermittelt, leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zu mehr Kinderschutz und Schutz vor sexueller Gewalt.“

Ort der Kinderrechte - Kinder und Jugendliche sollen sich beteiligen

 

Aktuelles zum Projekt

Die nächsten Termine:

04. März 2020:
Enddatum zum Einreichen der Ideen / Vorschläge / Modelle

13. März 2020:
Vorstellung & Juryauswahl, 15 bis 18 Uhr im Kreishaus Detmold

Januar 2020
Die Infoveranstaltung zum Wettbewerb besuchten rund 75 Leitungskräfte aus Kitas, Schulen und Jugendzentren. Sie signalisierten Interesse, sich am Wettbewerb zu beteiligen und bis Anfang März Ideen auszugestalten.

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November 2019
Präsentierten stolz die gestalteten Shirts während des Kinderschutzforums 2019: Die Mädchen erzählten auch, warum sie sich jeweils für ein Kinderrecht entschieden haben.

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Oktober 2019
Kinder und Jugendliche bereiten eine Überraschung für das Kinderschutzforum vor. Bei einer Bastelaktion gestalten sie individuelle Shirts zu einem Kinderrecht. Warum sich die Mädchen jeweils für ein Shirt entschieden haben, wurde während des Kinderschutzforums im November verraten.

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