Geo-Informationssystem (GIS)

Kartenwerke dienen seit Tausenden von Jahren zur Darstellung verschiedener geographischer Informationen. In früherer Zeit oft nur als Bild auf Papier, von Hand gezeichnet, wird dies heute durch die Möglichkeiten der Datenverarbeitung ersetzt und erweitert. Komplexe Informationen können heute mit digitalisierten Karten effektiver und anschaulicher vermittelt werden.

Straßenkarte

Alle Karten basieren auf raumbezogenen Daten. Raumbezogene Daten sind Daten, die die geographische Lage von Objekten auf der Oberfläche der Erde sowie alle notwendigen Attribute (Sachdaten) eines Objektes darstellen. Das geometrische Objekt "Straße" besteht demnach beispielsweise aus einer Grafik vom Typ "Linie" mit den Grafik-Attributen "Linienstärke", "Linienfarbe etc. sowie Sachdaten (Attribute), die die Straße beschreiben (z. B. Spielstraße, Einbahnstraße) etc. Die Datenbestände werden in der Regel mit einem digitalen Informationssystem (Datenbank) bearbeitet, um diese dann verwalten und auswerten zu können. Man spricht in diesem Fall von einem Geo-Informationssystem (GIS).

In einem GIS-Systeme ist die Präsentation nur eine von vielen Aufgaben. Immer wichtiger werden Abfragen und Analysen zu bestimmten Themen. Hinter allen Grafiken, ob als Linie, Fläche oder Symbol gezeigt, liegen Tabelleninformationen um Daten durchforschen und analysieren zu können. Die heutigen digitalisierten Themenkarten, in unserem speziellen Bereich Straßen, Radwege, Verkehrsentwicklung etc., geben uns in Zukunft die Möglichkeit, direkt auf alle notwendigen Daten aus den verwendeten Datenbanken zuzugreifen. Ein weiterer Vorteil eines GIS-Systems ist, sich Geoinformationen auch aus anderen Datenbanken, die Geoinformationen beinhalten, Datenbestände einzuspielen und für Abfragen, Analysen und Präsentationen zu verwenden.