Landschaftsplan Nr. 4  "Kalletal"

Der Landschaftsplan hat eine Größe von ca. 99 km erstreckt sich auf das gesamte Gemeindegebiet Kalletals außerhalb der im Zusammenhang bebauten Bereiche. Das Plangebiet umfasst naturräumlich zwei Haupteinheiten.

Im Norden verläuft die Weserniederung, an dessen Talrand die Ortschaften Stemmen, Varenholz und Erder liegen. In der Aue befinden sich mächtige von Lehm überlagerte Kies- und Sandablagerungen. Die größte Ausdehnung des Wesertals liegt mit einer Breite von drei Kilometern bei Varenholz, die engste Stelle befindet sich westlich Erder. Einige Überreste von Altwasserrinnen bei Varenholz belegen, dass die Weser früher ihr Flussbett oft verlegt hat. An der tiefsten Stelle des Kreises Lippe (48 m ü. NN) mündet die Kalle in die Weser.

Südlich grenzen an die Weseraue die bewaldeten Krankenhagener Kuppen und die Heidelbecker Höhen, die den Übergang in die stärker besiedelten und überwiegend landwirtschaftlich genutzten Bereiche des Hohenhauser und Taller Berglands bilden. Zentraler Ort mit Sitz der Gemeindeverwaltung ist Hohenhausen. Weitere größere Ortschaften sind Kalldorf, Langenholzhausen, Talle, Bavenhausen und Lüdenhausen.

Während das zentral gelegene Hohenhauser Bergland durch die Bachläufe der Westerkalle, der Osterkalle und der Kalle stark gegliedert wird, ist das Taller Bergland mit seinem raschen Wechsel von runden Kuppen, Mulden, Becken und kleineren Bachtälern eher unübersichtlich.

Mit der Darstellung unterschiedlicher Entwicklungsziele soll den vielfältigen Ansprüchen sowie der Erhaltung, Sicherung und Entwicklung der natürlichen Potentiale im Planungsraum Rechnung getragen werden. Für Kalletal sind die Erhaltung der naturnahen Lebensräume, die Sicherung und Erhaltung der Naturschutzgebiete und die Arreicherung ausgeräumter Ackerlagen mit gliedernden Elementen wie Hecken vorrangige Entwicklungsziele. Zentrale Bedeutung für den Naturschutz hat das FFH-Gebiet "Rotenberg, Bärenkopf, Habichtsberg und Wihupsberg" mit seinen großflächigen Buchenwäldern, das Gegenstand der 1. Änderung des Landschaftsplanes gewesen ist.

Für den Biotop- und Artenschutz wurden Besonders Geschützte Teile von Natur und Landschaft in unterschiedlichen Schutzkategorien ausgewiesen. Im Plangebiet wurden sieben Naturschutzgebiete mit insgesamt ca. 659 Hektar Fläche festgesetzt.

Der Landschaftsplan 'Kalletal' ist am 11. Oktober 1999 in Kraft getreten. Die 1. Änderung des Landschaftsplanes wurde am 10. Februar 2005 rechtskräftig.

 

Interaktive Karten des Landschaftsplanes:


Festsetzungskarte

Entwicklungskarte

Textteil (Lesefassung)

Das hier erstellte Landschaftsplanexemplar stellt eine Lesefassung dar. Der rechtskräftige Landschaftsplan Nr. 4 „Kalletal“ vom 11.10.1999  wurde mit der rechtskräftigen 1. Änderung vom 10.02.2005 zusammengeführt. Die Originale sind beim Kreis Lippe, untere Naturschutzbehörde, Felix-Fechenbach-Str. 5, 32756 Detmold, während der Dienstzeit einzusehen. Die Lesefassung besitzt inoffiziellen Charakter; Irrtümer können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Zweifelsfall sind die Originale maßgeblich.