Landschaftsplan Nr. 7  "Lemgo"

Der Landschaftsplan hat eine Größe von ca. 112 km und erstreckt sich auf das gesamte Gebiet der Alten Hansestadt Lemgo außerhalb der im Zusammenhang bebauten Bereiche mit Ausnahme des FFH-Gebietes "Begatal", das das Begatal oberhalb Lemgo sowie den Unterlauf der Passade einschließt und im gleichnamigen Landschaftsplan "Begatal" festgesetzt worden ist sowie einem Teilbereich südwestlich Lieme, der vom Landschaftsplan "Lage" erfasst wird.

Das Plangebiet liegt im Naturraum des Lipper Berglandes mit den Untereinheiten des Bega-Hügellandes und des Westlichen sowie Südlichen Lipper Berglandes.

Die im westlichen Plangebiet gelegene Begamulde ist ein flachwelliges mit Löss bedecktes Hügelland, das sich von den Hängen des Lagenser Höhenzuges und des Wüstener Berg- und Hügellandes bis in die Beganiederung senkt. Mit Ausnahme einzelner schmaler Wald- und Grünlandniederungsbereiche herrscht hier ertragreicher Ackerbau. Größter Ort ist Lieme.

Zum Westlichen Lipper Bergland zählen das Wüstener Hügel- und Bergland mit den Ortschaften Kirchheide und Brüntorf, das Taller Bergland mit der Ortschaft Matorf sowie das Lemgoer Talbecken, das sich zwischen Entrup und Brake von Nord nach Süd und Hörstmar und Lüerdissen von West nach Ost erstreckt. Während das Taller Bergland eher waldreich ist, werden die übrigen Naturräume überwiegend ackerbaulich genutzt, insbesondere auf den ertragreichen Braunerden der ziemlich breiten Täler. Größere Waldbestände bilden das Bredaer Bruch nordwestlich Entrup sowie der nordöstlich der Kernstadt gelegene Stadtwald.

Ein kleiner Abschnitt im Süden des Plangebietes gehört zum Südlichen Lipper Bergland, das Detmolder Hügelland. Das stark gegliederte Keuper-Hügelland ist zum großen Teil von Lösslehm überdeckt und bietet gute ackerbauliche Voraussetzungen. Kleine Waldstücke und zahlreiche Hecken sowie viele kleine Bachläufe und Teiche geben der Landschaft einen parkartigen Charakter. Hier haben sich entlang von Bachläufen bzw. parallel verlaufenden Wegen nur wenige lockere Dörfer wie Trophagen, Wahmbeck und Wiembeck entwickelt.

Mit der Darstellung unterschiedlicher Entwicklungsziele soll den vielfältigen Ansprüchen sowie der Erhaltung, Sicherung und Entwicklung der natürlichen Potentiale im Planungsraum Rechnung getragen werden. Für Lemgo sind die Erhaltung der naturnahen Lebensräume, die Sicherung und Erhaltung der Naturschutzgebiete und die Anreicherung ausgeräumter Ackerlagen mit gliedernden Elementen wie Hecken vorrangige Entwicklungsziele.

Für den Biotop- und Artenschutz wurden Besonders Geschützte Teile von Natur und Landschaft in unterschiedlichen Schutzkategorien ausgewiesen. Im Plangebiet wurden sechs Naturschutzgebiete mit insgesamt ca. 479 Hektar Fläche festgesetzt.

Der Landschaftsplan 'Lemgo' ist am 11. Mai 2009 in Kraft getreten.

 

Interaktive Karten des Landschaftsplanes:


Festsetzungskarte

Entwicklungskarte

Textteil

Bei der Überarbeitung der Landschaftspläne für das Internet können Irrtümer nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Zweifelsfall sind die Originale maßgeblich. Die Originale sind beim Kreis Lippe, untere Naturschutzbehörde, Felix-Fechenbach-Str. 5, 32756 Detmold, während der Dienstzeit einzusehen.