Landschaftsplan Nr. 12  "Schwalenberger Wald"

Im Lipper Bergland an der Grenze zum Kreis Höxter liegt das Plangebiet des Landschaftsplanes "Schwalenberger Wald". Es umfasst nicht nur das gesamte Stadtgebiet von Schieder-Schwalenberg sondern auch das westliche Stadtgebiet von Lügde. Das Gelände steigt kontinuierlich vom Schiedersee mit 117m ü.NN nach Süden bis zur Höhe des Großen Pulskopfes mit fast 400 ü. NN und nach Norden zur Herlingsburg mit 335m ü NN. Auf den vorherrschenden Sandsteinverwitterungsböden des Schwalenberger Waldes erstrecken sich ausgedehnte naturnahe Waldbestände. Das westliche und südwestliche Stadtgebiet gehört naturräumlich überwiegend zum Steinheimer Becken, das sich durch tiefgründige Braunerden auszeichnet, die intensiv ackerbaulich genutzt sind.

Das Plangebiet ist geprägt durch gliedernde und belebende Landschaftselemente, wie Heckenzüge, Obstwiesen usw. Der Waldanteil macht über 50% aus. Der Schwalenberger Wald ist, wie auch die Nieseniederung und Teile des Emmertales Kernbereich des Biotopverbundes. Die kleineren naturnahen Bachsysteme, die in die intensiver genutzten landwirtschaftlichen Flächen eingebettet sind, haben eine wesentliche Verbindungsfunktion im Biotopverbundsystem.

Die Städte Schieder-Schwalenberg und Lügde sind "Landgemeinden". Schieder ist nicht nur bekannt geworden als Standort der Möbelindustrie sondern mit dem Schiedersee auch als Erholungsraum. Lügde zeichnet sich durch eine mittelständische Wirtschaftsstruktur aus. Große Gewerbeansiedlungen hat es in beiden Kommunen in den letzten Jahren nicht gegeben. Die Bevölkerungsentwicklung ist rückläufig.
Mit der Darstellung unterschiedlicher Entwicklungsziele soll den vielfältigen Ansprüchen sowie der Erhaltung, Sicherung und Entwicklung der natürlichen Potentiale im Planungsraum Rechnung getragen werden. Vorrangiges Ziel im Plangebiet ist die Erhaltung und Sicherung der naturnahen Waldbereiche mit europäischer Bedeutung im Hinblick auf ihre Funktion für den Biotop- und Artenschutz sowie für das Landschaftsbild.

Für den Biotop- und Artenschutz wurden Besonders Geschützte Teile von Natur und Landschaft in unterschiedlichen Schutzkategorien festgesetzt. Im Plangebiet wurden fünf Naturschutzgebiete mit insgesamt circa 50,01qkm Fläche ausgewiesen.

Der Landschaftsplan Schwalenberger Wald  ist am 25.08.1994 in Kraft getreten und wurde mit Datum vom 10.02.2005 zum ersten Mal geändert.

 

Interaktive Karten des Landschaftsplanes:


Festsetzungskarte

Entwicklungskarte

Textteil(Lesefassung)


Das hier erstellte Landschaftsplanexemplar stellt eine Lesefassung dar. Der rechtskräftige Landschaftsplan Nr. 12 „Schwalenberger Wald“  wurde mit der rechtskräftigen 1. Änderung vom 10.02.2005 zusammengeführt. Die Originale sind beim Kreis Lippe, untere Naturschutzbehörde, Felix-Fechenbach-Str. 5, 32756 Detmold, während der Dienstzeit einzusehen. Die Lesefassung besitzt inoffiziellen Charakter; Irrtümer können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Zweifelsfall sind die Originale maßgeblich.