Landschaftsplan Nr. 3  "Bad Salzuflen"

Der Landschaftsplan erstreckt sich auf das gesamte Stadtgebiet von Bad Salzuflen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Bereiche. Das Plangebiet liegt im Übergang vom eher flach gewölbten Ravensberger Hügelland zum morphologisch stärker bewegten Lipper Bergland. Prägend für den Landschaftsraum sind die Flussniederungen von Werre und Bega mit bis zu 30 m mächtigen Sand- und Kiesschichten. Zahlreiche Nass- und Trockenabgrabungen sind hier entstanden, die die ursprüngliche Auenlandschaft nachhaltig verändert haben. Durch naturnahe Rekultivierung haben sich teilweise neue Lebensräume für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten entwickelt.

Zahlreiche Seitentäler der beiden Flussläufe, die als breite Sohl- und Kastentäler tief in die Lössauflage des umgebenden Hügellandes eingebettet sind, sowie schmale Kerbtäler im Keuperuntergrund stellen wichtige Rückzugsräume für Fauna und Flora dar. Sie übernehmen wesentliche Funktionen für den Biotopverbund in den intensiv ackerbaulich genutzten Bereichen des Hügellandes.

An Verwerfungsstellen im Untergrund treten zahlreiche solehaltige Quellen aus, wodurch Salzuflen sich zu einem bedeutenden Kurort mit zahlreichen auch in die freie Landschaft hineinwirkenden Kureinrichtungen entwickelt hat.

Im Umland der großen Siedlungkerne sind noch dörflich geprägte Siedlungsteile mit typischen Freiraumelementen wie Obstgärten und hofnahen Wiesen und Weiden zu finden.

Entlang der Werreniederung erstreckt sich ein breites Siedlungsband.  Mehrere überörtlich bedeutsame Verkehrswege durchziehen das Plangebiet von Südost nach Nordwesten. Entlang der westlichen Plangebietsgrenze verläuft die Autobahn A 2.

Nördlich des Kernstadt erstreckt sich eine größtenteils bewaldete Hügelkette. Die hier vorhandenen größeren zusammenhängenden Waldbereiche auf den Keuperhöhen sind insbesondere für die Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes wie für die landschaftsbezogene Erholung von Bedeutung.

Mit der Darstellung unterschiedlicher Entwicklungsziele soll den vielfältigen Ansprüchen sowie der Erhaltung, Sicherung und Entwicklung der natürlichen Potentiale im Planungsraum Rechnung getragen werden.  Für Bad Salzuflen sind vor allem die Erhaltung der naturnahen Lebensräume und der Ausbau eines Biotopverbundnetzes sowie die Einbindung der bebauten Bereiche in die freie Landschaft  vorrangige Entwicklungsziele. Beim Ausbau der Landschaft für die Erholung  sind die besonderen kurortspezifischen Anforderungen mit den Belangen des Naturhaushaltes in Einklang zu bringen.

Für den Biotop- und Artenschutz wurden Besonders Geschützte Teile von Natur und Landschaft in unterschiedlichen Schutzkategorien ausgewiesen. Im Plangebiet wurden sieben Naturschutzgebiete mit insgesamt circa 424 Hektar Fläche festgesetzt.

Der Landschaftsplan Bad Salzuflen'  ist am 10. Februar 2005 in Kraft getreten.

 

Interaktive Karten des Landschaftsplanes:

Landschaftsplan
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Textteil

Bei der Überarbeitung der Landschaftspläne für das Internet können Irrtümer nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Zweifelsfall sind die Originale maßgeblich. Die Originale sind beim Kreis Lippe, untere Naturschutzbehörde, Felix-Fechenbach-Str. 5, 32756 Detmold, während der Dienstzeit einzusehen.