Landschaftsplan Nr. 8  "Lage"

Das Plangebiet umfasst das gesamte Stadtgebiet von Lage mit Ausnahme der Kernstadt und der im Zusammenhang bebauten Ortsteile. Es ist Teil des Lipper Berglandes, dessen landschaftliche Vielfalt auf  dem häufigen Wechsel von harten und weichen Gesteinen der Keuperzeit beruht. Die darüber liegenden mächtigen Lößauflagen bilden die Grundlage für eine intensive ackerbauliche Nutzung.  57 % des Stadtgebietes werden landwirtschaftlich genutzt.

Im Süden bilden die Kalksteinzüge des Bielefelder Osning mit den vorgelagerten flach geneigten Hängen des Osning-Vorlandes die Grenze des Plangebietes. Hier dominieren naturnahe Waldgebiete auf den Höhenzügen. Auf das gesamte Plangebiet  bezogen ist  der Waldanteil mit 17,2% dagegen eher gering.

Die weitgehend naturnahen Gewässerläufe der Werre und Bega durchziehen das gesamte Stadtgebiet in ost-westlicher Richtung. Vor allem die breite Talaue der Werre ist für den Landschaftsraum besonders prägend. Sie ist in einen breiten Gürtel von eiszeitlichen Schmelzwasserablagerungen eingebettet. Hier sind zahlreiche Kies- und Sandabgrabungen entlang des Flusslaufs entstanden. Diese haben das Landschaftsbild nachhaltig verändert . Zum Teil sind im Bereich alter abgeschlossener und naturnah rekultivierter Abgrabungsgewässer aber auch neue Refugien für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten entstanden.

Zahlreiche kleine Bachtäler und Seitensieke liegen im Einzugsbereich von Werre und Bega. Sie weisen teilweise hohe Grundwasserstände auf und erfüllen wichtige geländeklimatische Funktionen als Kaltluftbahnen und bilden Rückzugsräume und Verbindungselemente im Biotopverbund.
Mit 14,5 % ist der Anteil der besiedelten Fläche im Plangebiet relativ hoch. Im Mittelpunkt des Lipperlandes gelegen, treffen hier zahlreiche Verkehrswege seit alters her zusammen. Neben der von Gewerbe- und Wohnflächen gebildeten Kernstadt sind die baulich geschlossenen dörflich geprägten Ortslagen im Umland mit den sie umgebenden typischen Freiraumelementen für das Landschaftsbild sowie dorfökologisch von besonderer Bedeutung.

Mit der Darstellung unterschiedlicher Entwicklungsziele soll den vielfältigen Ansprüchen sowie der Erhaltung, Sicherung und Entwicklung der natürlichen Potentiale im Planungsraum Rechnung getragen werden. Für das Biotop- und Artenschutzpotential und das Landschaftsbild ist im Plangebiet Lage die Sicherung und Entwicklung des Werre- und Begatales und seiner Seitensieke von besonderer Bedeutung.

Für den Biotop- und Artenschutz wurden Besonders Geschützte Teile von Natur und Landschaft in unterschiedlichen Schutzkategorien ausgewiesen. Im Plangebiet wurden sechs Naturschutzgebiete mit insgesamt circa 372 Hektar Fläche festgesetzt.

Der Landschaftsplan 'Lage' ist am 27. Dezember 2006 in Kraft getreten.

 

Interaktive Karten des Landschaftsplanes:


Landschaftsplan
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Textteil

Bei der Überarbeitung der Landschaftspläne für das Internet können Irrtümer nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Zweifelsfall sind die Originale maßgeblich. Die Originale sind beim Kreis Lippe, untere Naturschutzbehörde, Felix-Fechenbach-Str. 5, 32756 Detmold, während der Dienstzeit einzusehen.