Die Initiative Lippe zirkulär - Denken und Wirtschaften in Kreisläufen

Das vom Kreis Lippe initiierte Konsortium "Lippe zirkulär" ist ein Zusammenschluss aus Vertretern von Unternehmen, Industrie und Wirtschaftsverbänden, Universitäten, Forschungseinrichtungen und weiteren Multiplikatoren. Erklärtes Ziel ist es, gemeinsam Strategien und Prognosen anzustoßen, die Produktnutzen ohne Rohstoffverbrauch neu definieren. Mit Blick auf Nachhaltigkeit, Qualität und Nützlichkeit gilt es, eine gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung ins Bewusstsein zu bringen - weg von der reinen Öko-Effizienz hin zu einer Öko-Effektivität in Lehre, Wirtschaft, öffentlicher Hand und bei Endverbrauchern. Eine neue Mentalität, die Teilen und gemeinsamen Nutzen von Dingen und Dienstleistungen in den Mittelpunkt stellt.

"Lippe und ganz OWL ist eine vitale Innovationsregion. Der Prozessgedanke einer zirkulären Wertschöpfung stärkt den Standort und zeigt deutlich, dass nachhaltiges Wirtschaften und Wettbewerbsvorteile Hand in Hand gehen", erklärt Dr. Ute Röder, Fachbereichsleitung Umwelt und Energie.

Bei der Auftaktveranstaltung von Lippe zirkulär Ende September wurde kontrovers über die Vor- und Nachteile einer Kreislaufwirtschaft diskutiert, mit dem Ergebnis, dass eine Verwirklichung trotz mancher Hemmnisse machbar ist. Dabei unterstrich Röder: "Wir setzen auf gemeinsame Bewegung, Kreativität und die Freiheit, neue Wege für einen abfallarmen Alltag vorzudenken und zu unterstützen."

Grundlage für die Arbeit des Konsortiums ist eine Studie aus dem Jahr 2016, die die Potenziale, An- und Herausforderungen einer zirkulären Wertschöpfung vor Ort analysierte. Sie bescheinigte dem Kreis nahezu optimale Bedingungen für eine zirkuläre Wertschöpfungsstruktur. Erklärtes Ziel des Konsortiums ist es, Pilotprojekte zu initiierenund die tragfähigen Netzwerkaktivitäten in Lippe und Ostwestfalen so zu bündeln. Für 2020 fokussiert sich Lippe zirkulär auf die Bereiche Social Media und Bildung, um den Gedanken weiterzutragen und zu verbreiten.