Niederschlagswasser

Das bei Niederschlag anfallende Wasser kann zur Beseitigung in ein Gewässer oder in das Grundwasser eingeleitet werden. Bei dieser Einleitung handelt es sich um eine sogenannte Gewässerbenutzung.

Im Zuständigkeitsbereich der unteren Wasserbehörde des Kreises Lippe existieren rund 2.600 Einleitungen in oberirdische Gewässer bzw. in das Grundwasser. Die Bandbreite der Erlaubnisse reicht dabei von Kleinstmengen im Bereich von wenigen Litern pro Sekunde bis zu mehreren tausend Litern pro Sekunde.

 

Aufgabe des Kreises Lippe

Das Einleiten von Niederschlagswasser in ein Gewässer ist eine Gewässerbenutzung, für die nach dem Wasserhaushaltsgesetz eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich ist. Diese Erlaubnis muss bei der zuständigen Wasserbehörde des Kreises Lippe beantragt werden.

Im Erlaubnisverfahren wird seitens der Wasserbehörde geprüft, ob die Einleitung zu Beeinträchtigungen des Wohls der Allgemeinheit oder der Natur führen kann.

Je nach Herkunft und Menge des Niederschlagswassers können dabei weitergehende Anforderungen an die Einleitung, wie Rückhaltung oder Regenwasserklärung, erforderlich sein. Die wasserrechtliche Erlaubnis wird in der Regel auf 20 Jahre befristet.

Unter dem Anliegen “Niederschlagswassereinleitung“ finden Sie Informationen zum Antragsverfahren.

 

Wissenswertes zum Thema ...


Versickerung

Die Versickerung von Niederschlagswasser kann über eine Mulde, eine Rigole oder ein Rohr/Rigolensystem erfolgen. Eine wesentliche Voraussetzung für den Bau einer Versickerungsanlage ist die Durchlässigkeit des Bodens, welche in bestimmten Grenzen liegen muss. Weitere Kriterien sind der Abstand zum Grundwasser sowie zu angrenzenden Bebauungen und Grundstücken. Bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb der Versickerungsanlagen sind technische Vorgaben zu beachten.

 

Regenwasserbehandlung

Das Niederschlagswasser aus Gewerbe-, Industrie- und Mischgebieten bedarf vor einer Einleitung in ein oberirdisches Gewässer oder das Grundwasser ggf. der Behandlung in einem Regenklärbecken. Für welche Flächen eine Behandlung erforderlich ist und welche Behandlungsverfahren geeignet sind, wurde in einem Erlass des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft festgelegt.

 

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Antragsunterlagen