Förderschulen

sind in Nordrhein-Westfalen eingerichtet worden für Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer Lern- oder Entwicklungsstörung bzw. einer Behinderung eine besondere pädagogische Betreuung/Beschulung benötigen. Gerade im Bereich der geistigen Entwicklung sind die Anforderungen an die pädagogische Arbeit, die darüber hinaus erforderliche Betreuung- und Therapieleistungen sowie die spezielle Ausstattung sehr hoch. Aber auch Schülerinnen und Schüler in anderen Bereichen (wie z. B. emotionale und soziale Entwicklung oder Sprache) benötigen eine hochqualifizierte Förderung. Diese erfolgte bisher fast ausschleßlich in den speziell dafür eingerichteten Förderschulen.

  Ansicht (RBS)Schüler (RBS)RBSFörderschulen (SaTW)

Der EBS ist Träger von sechs eigenen Förderschulen (>Kontaktdaten) in unterschiedlichen Schwerpunkten und bietet hier auch Stellen im Bundesfreiwilligendienst an. Außerdem ist er als Mitglied des Schulverbandes beteiligt an der Pestalozzischule Blomberg.

 

Entwicklung der kreiseigenen Förderschulen

Unter dem Stichwort "Inklusion" wird seit einiger Zeit angestrebt, möglichst alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrem konkreten Förderbedarf gemeinsam zu beschulen. Denn die seit 2009 auch in Deutschland verbindliche UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen zielt darauf ab, dass jeder Mensch seine Potenziale entfalten kann - und zwar ganz unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Vo­raussetzungen oder besonderen Lernbedürfnissen. Weitere Informationen zur Inklusion beim Kreis Lippe finden Sie hier.

Wie sich die Inklusion konkret auf die Förderschulen in Kreisträgerschaft auswirken wird ist derzeit nur sehr schwer abzuschätzen. Im Rahmen einer anlassbezogenen Schulentwicklungsplanung wurden dazu u. a. Szenarien entwickelt, wie sich die Schülerzahlen in den nächsten Jahren entwickeln könnten. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse präsentierte die Gutachterin in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport und Betriebsausschuss am 12.11.2014.

Danach werden die Förderschulen auch weiterhin Bestandteil eines inklusiven Schulsystems im Kreis Lippe bleiben, die Inklusion wird sich in den einzelnen Förderschwerpunkten jedoch unterschiedlich stark auswirken. Die Ausschussmitglieder haben das Gutachten mehrheitlich als gute Grundlage für die anstehenden weiteren Entscheidungen eingestuft. Dabei seien die bestmögliche Förderung der Kindern und Jugendlichen sowie der Elternwille (Wahl der Schulform) zu berücksichtigen.

 

Aktuelles

Bezüglich der Entwicklungsplanung für die Astrid-Lindgren-Schule (Förderschwerpunkt: Geistige Entwicklung) hat der Ausschuss die Verwaltung mit zwei Machbarkeitsstudien beauftragt:

  • Zum einen soll die Verlagerung der Berufspraxisstufe in die Bildungs- und Forschungsmeile Lemgo-Lüttfeld näher untersucht werden.
  • Zum anderen soll geprüft werden, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich für die ALS (Vor- bis Oberstufe) am bisherigen Standort in Lemgo-Leese ergeben.