Fachgebiet 670 - Landschaft, Naturhaushalt

Wir nehmen uns ein Stück Natur, wir "greifen ein" in das komplizierte Ökosystem Natur, wir nutzen  die Natur wirtschaftlich, für ein Wochenendhaus auf riesigem Areal, für eine gestaltete Parklandschaft, für Sportveranstaltungen, Freizeitbeschäftigungen, Motorsport, Autowandern, für alles, an dem "Mensch" eben Spaß haben kann.

Aber leider ist eben nicht alles überall auch naturverträglich, denn wenn wir Natur und Landschaft "übernutzen", schädigen wir unsere Lebensbedingungen und die der nachfolgenden Generationen, also letztlich uns selbst. Und diese Entwicklung ist leider schon lange eingetreten. Das zeigt ein untrüglicher Indikator, nämlich der Artenschwund. In Deutschland gelten 28 Prozent der Farn- und Blütenpflanzen und 40 Prozent der erfassten Tierarten als gefährdet. Fast jede dritte Tierart auf der Erde gilt inzwischen als vom Aussterben bedroht.

Mit  dem Verlust von Arten gerät die genetische Vielfalt von Tieren und Pflanzen zunehmend in Gefahr. Das hat Konsequenzen auch für uns Menschen. Nimmt die genetische Vielfalt ab, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Tier- und Pflanzenwelt auf unvorhersehbare Veränderungen reagieren können. Die Verschlechterung unserer Umwelt ist an der rasanten negativen Veränderung der Tier- und Pflanzenwelt ablesbar.

Darum versuchen wir mit den uns gesetzlich als "untere Naturschutzbehörde" übertragenen Möglichkeiten und Instrumenten, etwas für den Naturhaushalt mit seinen Bestandteilen Boden, Klima, Wasser, die Pflanzen- und Tierwelt und damit für uns Menschen zu tun, engagiert zu nutzen und zwar  - vor der eigenen Haustür.