A B CD E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XYZ Alle
 

Bauen im Außenbereich

Leistungsbeschreibung

Im Außenbereich, also außerhalb von Siedlungs- und Gewerbegebieten, ist das Bauen über die Baugenehmigung hinaus nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und Landschaftsgesetz NRW (LG NW) genehmigungspflichtig.

Durchbauliche Maßnahmen werden Flächen versiegelt, das Landschaftsbild verändert und der Lebensraum von Tieren und Pflanzen negativ beeinträchtigt. Bauliche Maßnahmen stellen einen Eingriff in Natur und Landschaft dar, der durch geeignete landschaftspflegerische Maßnahmen ausgeglichen werden muss. Ausgleichsmaßnahmen können z.B. Anpflanzung von Hecken, Bäumen oder Obstgehölzen sein. Diese Ausgleichsmaßnehman werden unter Berücksichtigung der Intensität des Eingriffs in Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde umgesetzt.
Bei der Stellung des Bauantrages wird bei der jeweiligen Stadt / Gemeinde ein Begrünungsplan mit eingereicht. Der Begrünungsplan stellt die Kompensationsmaßnahmen (Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) detailliert textlich und zeichnerisch dar. Nach Zustimmung durch die Untere Landschaftsbehörde sind die Begrünungsmaßnahmen in der nächstmöglichen Pflanzperiode nach Bauabnahme bzw. Nutzung des Gebäudes umzusetzen.

Dem Bauantrag ist außerdem eine Vorprüfung zum Artenschutz beizufügen (siehe Formblatt).

Die im Bau- und Planungsrecht zu beachtende Gesetzgebung von Bund und Ländern zielt auf den Schutz und Erhalt des noch vorhandenen Freiraumes ab. Bautätigkeiten im Außenbereich sind nur sehr eingeschränkt zulässig. Ein Bauvorhaben kann beispielsweise zulässig sein, wenn man auf eine Lage im Außenbereich angewiesen ist (z.B. Land- und Forstwirtschaft, sogenannte privilegierte Vorhaben) oder aber über einen gewachsenen Bestandsschutz verfügt.

In jedem Fall ist ein Baugenehmigungsverfahren durchzuführen oder eine Bauvoranfrage anzustreben.

 

Gebühren

Die Gebühren werden nach der allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung des Landes NRW berechnet.

Benötigte Unterlagen

Antragsunterlagen sind abhängig von Art und Umfang des Bauvorhabens. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde.

Besonderheiten

Auch für Vorhaben, für die keine Baugenehmigung nach der Bauordnung NW erforderlich ist, ist möglicherweise ein Antrag nach Landschaftsrecht zu stellen.

Wenn ein Bauvorhaben in einem Schutzgebiet auf der Grundlage eines Landschaftsplanes liegt, dann ist zusätzlich eine Befreiung bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Lippe zu beantragen.

Rechtliche Grundlagen / Informationen

§§ 14, 15 und 67 Bundesnaturschutzgesetz

Links zu weitergehenden (Fach-)informationen / Formularen / Broschüren