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Schwerbehindertenausweis

Leistungsbeschreibung

Liegt bei Ihnen eine Behinderung vor, so können Sie diese amtlich feststellen lassen.

Menschen sind behindert, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen am gesellschaftlichen Leben dauerhaft nur beeinträchtigt teilhaben können. Ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 haben Sie Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis.

Mit dem Schwerbehindertenausweis können Sie unter anderem folgende Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen:

  • Steuervergünstigungen
  • Kündigungsschutz für Arbeitnehmer
  • Zusatzurlaub für Arbeitnehmer
  • Sitzplatz in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • evtl. vergünstigter Eintritt bei Veranstaltungen



Weitere Nachteilsausgleiche können Sie erhalten, wenn aufgrund Ihrer Behinderung folgende Merkzeichen festgestellt werden können:

  • G erhebliche Gehbehinderung (berechtigt zur unentgeltlichen Beförderung mit Kostenbeteiligung oder Kraftfahrzeugsteuerermäßigung)
  • aG außergewöhnliche Gehbehinderung (berechtigt zur unentgeltlichen Beförderung mit Kostenbeteiligung und Kraftfahrzeugsteuerbefreiung sowie Parkerleichterungen)
  • B Berechtigung zur unentgeltlichen Mitnahme einer Begleitperson
  • RF Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht
  • H Hilflosigkeit (berechtigt zur unentgeltlichen Beförderung ohne Kostenbeteiligung und Kraftfahrzeugsteuerbefreiung)
  • Bl Blindheit (berechtigt zur unentgeltlichen Beförderung ohne Kostenbeteiligung und Kraftfahrzeugsteuerbefreiung sowie Parkerleichterungen)
  • Gl Gehörlosigkeit (berechtigt zur unentgeltlichen Beförderung mit Kostenbeteiligung)
  • TBl Taubblind


Hinweis:

Antragsformulare und weitere Informationen erhalten Sie beim Bürgerservice unter der Telefon-Nr. +49 5231 62-300 oder im Team unter der Telefon-Nr. +49 5231 62-77555.

Hier und in den Bürgerbüros der Städte und Gemeinden können Sie Ihren Schwerbehindertenausweis auch verlängern lassen.

 

Gebühren

keine

Benötigte Unterlagen

  • Antrag, bitte sorgfältig ausfüllen (Maschinen- oder Blockschrift)
    bei minderjährigen Antragsteller*innen bitte auch Namen und Anschrift des gesetzlichen Vertreters angeben
  • Nachweis der Behinderung (Feststellungsbescheid nach dem Schwerbehindertenrecht) oder
    aktuelle Unterlagen über ihren Gesundheitszustand:
    (z.B. Befundberichte, ärztliche Gutachten, Kurschlussgutachten, Pflegegutachten, EKG-, Labor und Röntgenbefunde - keine Röntgenbilder)
    Diese Unterlagen sollten nicht älter als 2 Jahre sein.
  • ab dem 10. Lebensjahr:
    1 Passfoto
    • Ausnahme: Bei schwerbehinderten Menschen, die das Haus nicht oder nur mit Hilfe eines Krankenwagens verlassen können, wird der Ausweis auf Antrag ohne Lichtbild ausgestellt. Die ausstellende Behörde vermerkt dann "ohne Lichtbild gültig" auf dem Ausweis.
  • für Nicht-EU-Bürger: gültiger Aufenthaltstitel und Passkopie

Eventuell sind noch weitere Unterlagen erforderlich.

Besonderheiten

Erstanträge und Verlängerungen für Bürger können in der Regel auch bei den Städten und Gemeinden bearbeitet werden.

Rechtliche Grundlagen / Informationen

§ 152 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX)