Die Klappe sitzt – Arbeiten am Stauwerk des Schiedersees schreiten voran

28. Sep 2020

Die Klappe sitzt – Arbeiten am Stauwerk des Schiedersees schreiten voran

Das war im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz schöner Kraftakt. Doch jetzt hat sie ihren rechtmäßigen Platz gefunden: Die erste von zwei neuen Fischbauchklappen am Stauwerk des Schiedersees. 9,50 Meter breit, 2,50 Meter hoch und acht Tonnen schwer ist der graue Stahlkoloss, der gemeinsam mit seinem Pendant durch Öffnen oder Schließen den Wasserstand des Sees regulieren soll.

Die Hochwasserschutzanlage am Schiedersee ist in die Jahre gekommen und wird derzeit im Auftrag des Kreises Lippe als Betreiber des Sees auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Nachdem vor einigen Wochen die alte Stauklappe im rechten Wehrfeld demontiert wurde, hat die Stahlwasserbau Beeskow GmbH jetzt mit Hilfe eines Krans und ordentlich Fingerspitzengefühl die neue Fischbauchklappe in die passende Schiene im Stauwerk gesetzt.

Die zweite Klappe im linken Wehrfeld wird im Spätherbst montiert. Im Zuge der Baumaßnahme werden außerdem die Steuerungstechnik und die Stromversorgung der Anlage erneuert. Zudem wird künftig ein Alarmton erklingen, wenn sich die Fischbauchklappen bei einer Hochwasserlage öffnen. So sind zum Beispiel Angler unterhalb der Staumauer vorgewarnt, wenn plötzlich vermehrt Wasser in die Emmer fließt.

Bild: Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt: Die erste der beiden neuen Fischbauchklappen wird in das Stauwerk am Schiedersee eingesetzt. (Foto: Kreis Lippe)

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