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Lernen durch Erleben: SINUS-Fortbildung

21. Mai 2026

In der Fortbildung stand „Erlebnispädagogische Methoden zur Kooperations- und Kommunikationsförderung" im Fokus

Die soziale Entwicklung von Kindern wird heute vielfach beeinflusst, sei es durch Familienkrisen, Zeitmangel, wenig emotionale Zuwendung, hohen Erwartungsdruck oder ungünstigen Medieneinflüssen. Im Rahmen der SINUS-Veranstaltung des Bildungsbüros Lippe stand für 28 Grund- und Förderschullehrkräfte sowie für ein Familienzentrum daher jetzt das Thema „Erlebnispädagogische Methoden zur Kooperations- und Kommunikationsförderung" auf der Tagesordnung. 

Die Teilnehmenden erhielten von der Erlebnispädagogin Kay Nina Bergmann (Walderleben Porta) vielfältige Anregungen, wie es gelingen kann, verschiedene erlebnispädagogische Methoden zu adaptieren und im Schulalltag gewinnbringend einzusetzen und zu nutzen, mit dem Ziel, den eigenen Unterricht zeitgemäß und innovativ weiterzuentwickeln

Kooperation statt Konkurrenz

Bergmann legte mit einem kurzen theoretischen Input die notwendige Verständnisgrundlage, klärte die Begrifflichkeit Erlebnispädagogik und führte in das Konzept der Abenteuerwellen ein. In diesem Zusammenhang wurden wichtige Grundprinzipien, wie z.B. Kooperation statt Konkurrenz, Challenge by choice/Freiwilligkeit, auf Aktion folgt Reflexion, Förderung von Kommunikation sowie Grenzerfahrung, Frustration und Selbstwirksamkeit betrachtet.

Die Erlebnispädagogin betonte die handlungsorientierte Ausrichtung der Erlebnispädagogik, bei der die Elemente Natur, Erlebnis und Gemeinschaft pädagogisch zielgerichtet miteinander verbunden werden. So trägt das Themenfeld zu zwischenmenschlichen Begegnungen und Beziehungen bei, indem durch persönliche Nähe neue Sichtweisen der Fremd- und Selbstwahrnehmung eröffnet werden und bislang feste Einstellungen und Urteile ins Wanken kommen können. 

Die Referentin betonte: „Neben dem Erlernen sozialer Kompetenzen können erlebnispädagogische Methoden im Schulkontext, im Sinne von erfahrungsbasiertem Lernen, zu einer nachhaltigeren Abspeicherung von Unterrichtsinhalten führen, wenn erlebnispädagogische Methoden und Unterrichtsinhalte miteinander verknüpft werden.“

Kooperationsspiele nach theoretischem Input

Im Anschluss an den theoretischen Input erprobten die Teilnehmenden bei verschiedenen Kooperationsspielen auf dem Außengelände der Grundschule am Sennerand in Schlangen-Oesterholz vielfältige praktische Einsatzmöglichkeiten für den eigenen Unterricht.

„Wenn Schülerinnen und Schüler in die Schule kommen, müssen sie zunächst lernen, sich aufeinander einzustellen, Regeln einzuhalten, eigenen Ideen und Interessen angemessen einzubringen und mit Enttäuschungen und Frustrationen umzugehen. Das bringt für alle – auch Eltern und Lehrkräfte – große soziale Herausforderungen mit sich. Das Einbinden von erlebnispädagogischen Elementen in den Unterrichtsalltag kann helfen, diese Aufgabe anzugehen und zu bewältigen“, fasste Julia Gatz, abgeordnete Lehrkraft und pädagogische Mitarbeiterin im Bildungsbüro Lippe am Ende der Veranstaltung zusammen.

Interessierte Einrichtungen finden alle Informationen auf der Website des SINUS Lippe:

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