Damit Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen: LWL fördert zwei Projekte im Kreis Lippe

24. Jul 2020

Der Kreis Lippe kann die präventive Arbeit im Kinderschutz weiter vertiefen. Jetzt starten zwei Projekte, die Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, gesund aufzuwachsen. Der LWL fördert den Beratungs- und InformationsDienst (BID) sowie die Familienbegleitung im Elementarbereich (FBE).

Der Beratungs- und InformationsDienst (BID)

Kinder und Jugendliche können unter anderem dann gesund aufwachsen, wenn familiäre Belastungen frühzeitig erkannt werden. Dafür wird jetzt das Lotsenprojekt „Beratungs- und InformationsDienst (BID)“ in ausgewählten Arztpraxen aus den Bereichen Kinder- und Jugendgesundheit, Gynäkologie und Zahnmedizin durchgeführt.

Das Gesundheitssystem kann einen vertrauensvollen und niedrigschwelligen Zugang in belastete Familien schaffen. Das ärztliche Fachpersonal erkennt einen Unterstützungsbedarf, der über unmittelbar medizinische Belange hinausgeht und nicht selbst weiterverfolgt werden kann. Hier wirkt der BID, denn wichtig und unerlässlich sind geeignete Unterstützungsangebote. Durch eine Zusammenarbeit von Gesundheits- und Jugendhilfe sollen die Familien besser durch Angebote erreicht werden.

Um das Projekt erfolgreich umsetzen zu können, sucht der Kreis Lippe fachlich und persönlich geeignete Lotsen, beispielsweise mit sozialpädagogischem Abschluss als Grundqualifikation, Beratungsausbildung oder Berufserfahrung in Netzwerkarbeit. Auch eine psychosoziale, pflegerische oder medizinische Grundqualifikation ermöglicht die Mitarbeit als selbständige Honorarkraft im BID. Die Lotsen sollen in den beteiligten Arztpraxen Sprechzeiten anbieten und Beratungsgespräche durchführen.

Das Gesundheitsamt, das Team Familienfreundlicher Kreis, die Projektkoordination der Frühen Hilfen sowie die Kommunalen Präventionsketten im Kreis Lippe haben den BID zusammen erarbeitet. Interessierte, die Lotsen werden wollen, können sich an Margit Monika Hahn in der Koordinierungsstelle Kommunale Präventionsketten des Kreises Lippe unter E-Mail mhhnkrs-lpp oder Telefon 05231/62-4321 wenden.

Familienbegleitung im Elementarbereich (FBE)

Ebenso hat der LWL die Förderung des Projektvorhabens Familienberaterinnen im Elementarbereich (FEB) bewilligt. Die Familienberaterinnen sollen die Familien in schwierigen und belasteten Lebenssituationen temporär begleiten. Hierfür sind die pädagogischen Fachkräfte an eine KiTa oder ein Familienzentrum angebunden und besuchen die Familien auch zu Hause. Projektstart ist in den Kommunen Horn-Bad Meinberg, Extertal, Lügde und Barntrup.

Gesucht werden engagierte Personen, die beispielsweise das Familienleben dabei unterstützen, Behördenangelegenheiten zu erledigen oder mithelfen Fragen zu den Übergängen der Kinder von der KiTa in die Grundschule zu klären. Dabei geht es stets um „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Familienberaterinnen sollen passend weiter vermitteln. Daher ist eine gute Kenntnis über die Struktur im Kreis Lippe sowie den Städten und Gemeinden von großem Vorteil, stellt aber kein Ausschlusskriterium dar. Ebenfalls sucht die Projektleitung KiTas oder Familienzentren, die interessiert sind, das Angebot mit aufzubauen und dafür Räumlichkeiten für Sprechstunden zur Verfügung stellen.

Die Familienberaterinnen arbeiten als selbstständige Honorarkraft ohne Anstellung. Für die Vorbereitung und Umsetzung der Aufgabe werden sie an fachlichen Qualitätsentwicklungsprozessen und Fortbildungen teilnehmen. Die Ansprechpartnerin beim Kreis Lippe ist Doris Hampel unter Telefon 05231/62-4271 oder E-Mail: dhmplkrs-lppd.

Bild: (v.l.) Ute Küstermann (Teamleiterin Familienfreundlicher Kreis, Frühe Hilfen/ Kinderschutz), Doris Hampel (Projektleitung Familienbegleitung im Elementarbereich), Karl-Eitel John, (Verwaltungsvorstand III, Fachgebietsleitung Jugend, Familie und Gesundheit), Margit Monika Hahn (Koordinierungsstelle Kommunale Präventionsketten, Projektleitung Beratungs- und Informationsdienst), Martina Schlüpmann (Gesundheitsamt, Jugendärztlicher Dienst, Ärztin). Foto: Kreis Lippe

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