16. Sep 2021

Wie geht es Kindern und ihren Familien? Pilotstudie in Horn-Bad Meinberg

Eine Pilotstudie zur Analyse der Sozialräume und Ortsteile in Horn-Bad Meinberg wurde auf der Sozialraumkonferenz Horn-Bad Meinberg Anfang September 2021 vorgestellt. Die Studie rückt Kinder in ihren Lebensumwelten in den Fokus und deckt den Unterstützungsbedarf in den jeweiligen Ortsteilen auf.

Anlässlich der Sozialraumkonferenz Horn-Bad Meinberg begrüßte Bürgermeister Heinz-Dieter Krüger Anfang September Fachkräfte aus den Bereichen Jugendhilfe, Kindergärten, Schulen, wirtschaftliche Versorgung, Jobcenter, Sozialamt und Politik zur Vorstellung der Pilotstudie. Ulrike Glathe, Fachbereichsleitung Jugend und Familie des Kreises Lippe erklärt: „Mit dem vorliegenden Bericht haben wir es geschafft, benachteiligende Lebenslagen bereichsübergreifend sichtbar zu machen. Nun ist es unsere Aufgabe, den genauen Bedarf zu ermitteln und Angebote und Maßnahmen zu planen.“

Ziel ist es, passgenaue Projekte und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. So sind bereits zahlreiche Projekte in der Planung und Umsetzung. Eines ist das Lotsenprojekt „Beratungs- und Informationsdienst“ (BID) in Arztpraxen, um zusätzliche Beratungen für Familien anzubieten, und das Projekt „Familienbegleiterinnen“ (FBE) in den KiTas. Beide Projekte werden im Rahmen des Landesprogrammes „kinderstark – NRW schafft Chancen“ finanziert.

„Viele der Ergebnisse waren den anwesenden Fachkräften durchaus nicht fremd, sie kennen die Auswirkungen dieser Daten aus ihrer täglichen Arbeit,“ so Margit Monika Hahn, Koordinierungsstelle Kommunale Präventionsketten des Kreises Lippe. „Wir wollen jedoch über gefühlte Werte hinaus genau wissen, wo kommt Hilfe an, wie können wir die Bedingungen des gelingendes Aufwachsens von Kindern verbessern.“

So sollen beispielsweise zusätzliche Maßnahmen bei den Einschulungsuntersuchungen der Horn-Bad Meinberger KiTa-Kinder durchgeführt werden. Hier wird nunmehr in einem Pilotversuch zusätzlich eine vorgezogene Untersuchung im Rahmen des Projektes „mit 4 dabei“ zunächst für alle vierjährigen Kinder eingeführt. Ziel ist es, möglichst allen Kindern die besten Verwirklichungschancen zu bieten. Die Forschungsgruppe unter Margit Monika Hahn ist sich sicher, bereits in zwei Jahren nachvollziehen zu können, inwieweit diese Maßnahmen zur Verbesserung der Schuleingangsuntersuchungsergebnisse beitragen konnten.

Diese Studie wurde über die vergangenen eineinhalb Jahre durch ein Forscherteam erarbeitet, besetzt mit Vertretern des Kreises Lippe und der Stadt Horn Bad-Meinberg, aus den Bereichen Bildungsmonitoring Dr. Böhm-Kasper, Jugendhilfeplanung Janine Matthes, Gesundheitsamt Janine Tölle, Jobcenter Manfred Neumann, der Statistikstelle des Kreises Lippe Dr. Jan Henrik Schröder, Kommunale Präventionsketten des Kreises Lippe sowie dem Sozialdienst der Stadt Horn-Bad Meinberg Heinz Blome. Hierzu wurden erstmals für eine kreisangehörige Kommune Daten aus den verschiedenen Bereichen zusammengeführt und kleinräumig analysiert.
„Alle beteiligten Dienste leben von der aktiven Zusammenarbeit, aufgrund der zahlreichen Schnittstellen ergibt sich die Notwendigkeit einer aktiven Zusammenarbeit im Versorgungsgebiet Horn-Bad Meinberg“, so Heinz Blome, Leiter des Sozialdienstes der Stadt Horn-Bad Meinberg.


BUZ: Heinz Blome (Leiter des Sozialdienstes der Stadt Horn-Bad Meinberg), Margit Monika Hahn (Koordinierungsstelle Kommunale Präventionsketten des Kreises Lippe), Heinz-Dieter Krüger (Bürgermeister Stadt Horn-Bad Meinberg), Manfred Neumann (Jobcenter Kreis Lippe), Janine Matthes (Jugendhilfeplanung Kreis Lippe), Ulrike Glathe (Fachbereichsleitung Jugend und Familie Kreis Lippe), Dr. Claudia Böhm-Kasper (Bildungsmonitoring, Regionales Bildungsnetzwerk Kreis Lippe) (von links). Foto: Sebastian Vogt.

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