Zwischen Hochlandrindern und Heckenschnitt: Ein freiwilliges Jahr beim Kreis Lippe

11. Mai 2022

Ob als Dienst für die Gesellschaft, zur Berufsfindung oder zum Sammeln von praktischer Erfahrung, ein freiwilliges Jahr bringt viele Vorteile. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Lippe bietet seit einigen Jahren in der Landschaftspflege Einsatzmöglichkeiten an. Sowohl für ein Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) als auch für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) stehen jedes Jahr Plätze zur Verfügung. Los geht es immer am 1. August. Die Bewerbungsfrist für dieses Jahr läuft noch bis Mitte Juni. Neben praktischen Arbeiten lernen die Teilnehmenden in verschiedenen Seminaren mehr zu gesellschaftspolitischen sowie ökologischen und naturschutzfachlichen Themen.

Aktuell sind jeweils zwei FÖJler und BFDler im Einsatz. Teil dieses Teams sind Rachel Wrenger (25) und Torben Budde (18).

Warum habt ihr euch für ein freiwilliges Jahr bei der Unteren Naturschutzbehörde entschieden?
RW: Ich wollte mehr über das Thema Natur- und Umweltschutz erfahren. Und da ich sehr gerne draußen bin, war ein FÖJ eine gute Möglichkeit, in diesen Bereich einmal hinein zu schnuppern.
TB: Ich wollte nach der Schule erstmal was Praktisches machen, bevor ich im IT-Bereich meine Ausbildung starte.

Welche Arbeiten müssen im Bereich Landschafspflege erledigt werden?
RW: Zu meinen Aufgaben zählen etwa der Aufbau von Krötenzäunen, Mäharbeiten, Bäume und Hecken pflanzen, Aufstellen und Reinigen von Naturschutzgebietsschildern.
TB: Bei mir ist das ähnlich. Im Winter habe ich beispielsweise Feldhecken gepflegt. Im Sommer führe ich Mäharbeiten durch und halte die Weidezäune im Naturschutzgroßprojekt in Stand.

Torben, mit welchen Erwartungen bist du in das Jahr gestartet?
TB: Ich hatte die Erwartung, dass ich viel praktisch arbeiten werde und eine Arbeit kennenlerne, die ich später beruflich nicht mehr machen werde. Außerdem hatte ich mir erhofft, mehr über den Umgang mit der Natur zu erfahren. Bisher haben sich diese Erwartungen alle erfüllt.

Was nehmt ihr für euch und eure weitere berufliche Laufbahn mit?
RW: In beruflicher Sicht hat es mich bestärkt, Aufgaben systematisch anzugehen und das ich auf jeden Fall einen grünen Beruf erlernen möchte. Aus privater Sicht bin ich selbstsicherer geworden und nehme einige Dinge nicht mehr so persönlich.
TB: Die Arbeit hier hat mein Selbstbewusstsein gestärkt und die Fähigkeit des eigenverantwortlichen Arbeitens gefördert. Ich traue mir jetzt bei Prüfungen auch mehr zu.

Welches Erlebnis hat euch bisher am meisten geprägt?
TB: Besonders schön war ein Moment im Herbst, wo wir an der Burg Schwalenberg standen und den Indian Summer des Schwalenberger Waldes betrachtet haben.
RW: Bei mir war es die erste Fahrt mit dem Bulli und angekoppeltem Anhänger.

Welche Wünsche sind für die kommenden Monate noch offen?
TB: Ich erhoffe mir noch mehr Exkursionen, um die Natur zu erleben und bestimmte Themen weiter zu vertiefen.

Weitere Auskünfte zum FÖJ oder BFD in der Unteren Naturschutzbehörde geben Anke Rabe unter 05231- 62 6191 und Janosch Sowa unter 05231- 62 6271. Bewerbungen für den BFD sind per Email einzureichen. Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt es unter http://www.foej.lwl.org/de/.

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