Entwürfe der Studierenden prämiert: Wettbewerb „Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt“ soll Klinikpark Lemgo aufwerten

18. Okt 2021

Entwürfe der Studierenden prämiert: Wettbewerb „Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt“ soll Klinikpark Lemgo aufwerten

Das Klinikum Lippe will am Standort Lemgo die Aufenthaltsqualität für Mensch und Tier steigern. Der Kreis Lippe konnte in Kooperation mit dem Klinikum im Wettbewerb „Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt“ mit seinem Konzept zur Gestaltung des Klinikgartens überzeugen. Jetzt liegen Siegerentwürfe vor und damit eine Fülle an möglichen Realisierungen.

Teil der Umsetzung des lippischen Wettbewerbsbeitrages „Gesundes grün – Der Klinikgarten der Zukunft“ ist ein vorgeschalteter studentischer Entwurfswettbewerb, der im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) mit Studierenden des Fachbereichs Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung jetzt abgeschlossen wird. Die besten Arbeiten wurden jetzt im Klinikum Lemgo vorgestellt und prämiert. „Ein großes Lob an die Studierenden für die Beiträge, die Auswahl fiel der Jury sicher nicht leicht. Durch das Projekt wollen wir viel erreichen, es ist wichtiger Beitrag für den Artenschutz in Lippe sowie Gesundheitsförderung und Lebensqualität für die Mitarbeitenden am Klinikum. In Lemgo soll dafür ein neu gestalteter Klinikgarten entstehen“, erklärt Landrat und Klinikum-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Axel Lehmann.

Jona Weidmann und Stephan Lönek gewinnen den 1. Platz (500 Euro Preisgeld), Tim Wöltjen und Marlon Schnepel erreichen den 2. Platz (400 Euro Preisgeld) und auf den 3. Platz (300 Euro Preisgeld) wählte die Jury den Entwurf von Lina Katharina Schmitz und Eileen Gühmann. Zudem erhalten Helena Kleck und Josefine Stelloh eine Anerkennung (100 Euro Preisgeld).

Durch das Projekt „Gesundes grün – Der Klinikgarten der Zukunft“ sollen die zurzeit artenarmen Flächen in Wildblumenwiesen umgewandelt werden. „Es soll ausschließlich Saatgut aus der Region zum Einsatz kommen. Damit kann auf großen Flächen dem Insektensterben entgegen gewirkt werden“, sagt Jürgen Braunsdorf, Projektkoordinator beim Kreis. Welche Wettbewerbsideen realisiert werden, gilt es nun zu planen. Für die Pflege der Anlage sind begleitende Umweltbildungsmaßnahmen oder auch therapeutische Pflegeeinsätze und Freilandseminare vorgesehen, sofern die pandemiebedingten Einschränkungen dies zulassen.

Bild: Vorstellung der Wettbewerbsentwürfe im Klinikum: (v.l.) Jürgen Braunsdorf (Projektkoordination Biodiversität, Kreis Lippe), Dr. Robert Bartz (Projektleitung „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“, kommbio e.V.), Prof. Dr. Hans-Peter Rohler (Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. TH OWL), Dr. Johannes Hütte (Geschäftsführer Klinikum Lippe) und Landrat Dr. Axel Lehmann. Foto: Kreis Lippe

Informationen zum Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

Mit dem Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ möchte die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen. Zu diesem Zweck wurden bundesweit Städte, Gemeinden und Landkreise dazu eingeladen, Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur einzureichen. Von einer Fachjury wurden die 40 besten Projektideen ausgewählt und erhalten jeweils 25.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung ihrer Zukunftsprojekte.

Der Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ durchgeführt und im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Mehr zum Wettbewerb und zu den ausgezeichneten Projektideen unter: www.wettbewerb-naturstadt.de.

Die Umsetzung des Zukunftsprojekts „Gesundes Grün – Der Klinikgarten der Zukunft“ des Kreises Lippe erfolgt im Rahmen des Wettbewerbs „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“. Der Wettbewerb wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

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