Die Servicestelle Einwanderungsmanagement denkt Migrationsarbeit neu: Zuwanderung gestalten statt nur verwalten

07. Mär 2022

Heimat geben. Zukunft bieten – dieser Aufgabe hat sich der Kreis Lippe verschrieben. Mit der Servicestelle Einwanderungsmanagement bietet der Kreis eine Anlaufstelle, um die Einwanderung in Lippe zu gestalten und nicht nur zu verwalten.

Die Servicestelle unterstützt beim Einwanderungsprozess und erleichtert neuzugewanderten Menschen das Ankommen in Lippe. Dafür wurde eine Struktur der Zusammenarbeit in Lippe aufgebaut und das Case Management als Einzelfallberatung in allen Kommunen implementiert.

Die Servicestelle Einwanderungsmanagement setzt im Kreis Lippe das Förderprogramm des Landes NRW „Kommunales Integrationsmanagement (KIM)“ um, das im Rahmen des Modellprojekts „Einwanderung gestalten NRW“ mit entwickelt wurde. „Deutschland und Nordrhein-Westfalen verstehen sich als Einwanderungsland, diese Einstellung hat auch der Kreis Lippe und will die Einwanderungsgesellschaft aktiv gestalten“, erklärt Sabine Beine, Verwaltungsvorstand des Kreises Lippe zur Einrichtung dieses Angebots.

Behörden, Vereine und Institutionen bieten seit Jahren unterschiedliche Unterstützungen und Begleitungen in Bereich der Integration. „Die Hauptaufgabe der Servicestelle ist es, vom Einzelfall kommend, die komplexen Herausforderungen der Integrationsarbeit zu bündeln, Abläufe zu optimieren und Strategien für eine effektive Zusammenarbeit zu entwickeln“, betont Armin Schauf, Teamleiter der Servicestelle Einwanderungsmanagement. Nur gemeinsam könne die zukunftsorientierte Gestaltung der Migrationsgesellschaft gelingen. So werden die ausländerrechtlichen, leistungsrechtlichen und integrationsrelevanten Akteure in Lippe auf der Steuerungsebene koordinierend verbunden, um vor Ort die Integrationsprozesse miteinander zu verknüpfen.

Das Case Management der Servicestelle unterstützt Zugewanderte konkret bei ihrer Einwanderung. „Die Case Manager kümmern sich um die Zugewanderten, egal, woher sie kommen, ob sie Schutz vor Verfolgung oder Krieg suchen, oder ob sie als Arbeitskräfte bewusst ihren Lebensmittelpunkt nach Lippe verlagert haben“, erläutert Schauf. Sie beraten die Zugewanderten beim Ankommen, begleiten bei der Orientierung im Dschungel der Behörden und Akteure und lotsen durch die Verfahren. So konnten die Mitarbeitenden im Case Management bereits in 317 Fällen beim Ankommen in Lippe helfen.

Dabei ist es egal, aus welchem Grund jemand nach Lippe kommt, das Einwandern und Ankommen ist immer eine Herausforderung. Da im Kreis Lippe die Menschen gebraucht werden, ist die Unterstützung dabei eine logische Folge. Denn wie Schauf abschließend herausstellt, „Zuwanderung ist nicht nur Humanität, sondern auch Wirtschaftsförderung, ohne Zuwanderung geht schon jetzt in vielen Bereichen, wie in der Pflege oder auf dem Bau, nichts mehr. Das ist da die Grundlage für eine gelingende Integration, die die Servicestelle Einwanderungsmanagement gestaltet.“

Zugewanderte mit Beratungsbedarf können sich gerne direkt in der Servicestelle melden, dort wird zu den individuellen Möglichkeiten der Unterstützung beraten. Viele Informationen zur Servicestelle Einwanderungsmanagement gibt es unter . Als Ansprechpartner für Fragen steht Teamleiter Armin Schauf per E-Mail oder unter 05231 62 14 90 zur Verfügung.

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