Ausnahmegenehmigung für ein Schlachten ohne Betäubung Erteilung

Tiere ohne Betäubung töten - ein absoluter Ausnahmefall.

Kurzbeschreibung

  • Ausnahmegenehmigung für ein Schlachten ohne Betäubung Erteilung
  • Warmblütige Tiere dürfen nur geschlachtet werden, wenn sie vorher betäuben wurden.
  • Manche Religionen fordern, dass das Tier ohne Betäubung durch einen Kehlenschnitt getötet wurde.
  • Für dieses betäubungslose Schlachten ("Schächten") aus religiösen Gründen gibt es Ausnahmegenehmigungen.
  • schriftlicher Antrag erforderlich

Ausführliche Beschreibung der Leistung

Nach dem Tierschutzgesetz dürfen Sie warmblütige Tiere nur schlachten, wenn Sie sie vorher betäuben.

Nach den Vorschriften einiger Religionsgemeinschaften darf Fleisch nur gegessen werden, wenn das Tier ohne Betäubung durch einen Kehlenschnitt getötet wurde. Für dieses betäubungslose Schlachten ("Schächten") aus religiösen Gründen benötigen Sie eine Ausnahmegenehmigung. Diese kann nur u

Rechtsgrundlage(n)

Tierschutzgesetz (TierSchG)

Verordnung zum Schutz von Tieren im Zusammenhang mit der Schlachtung oder Tötung und zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 des Rates (Tierschutz-Schlachtverordnung - TierSchlV)

§4a TierSchG

TierSchlV

Erforderliche Unterlagen

schriftlicher Antrag mit folgenden Angaben und Nachweisen:

  • Ihr Name und Anschrift
  • wer soll schächten?
    Name und Anschrift der Person, die schlachten soll
    mit Nachweisen zur Sachkunde
  • für wen soll geschächtet werden?
    Angaben zum Personenkreis, für den geschächtet werden soll (beispielsweis Glaubensgemeinschaft, Einzelperson)
  • nach welchen religiösen Vorschriften soll geschächtet werden?
    genaue Beschreibung der religiösen Vorschriften
  • Gutachten von Rechtsgelehrten über die Notwendigkeit des Schächtens
  • Beschreibung des religiös vorgeschriebenen Schächtungsablaufs
  • Angaben darüber, wie tierschutzrechtliche Bestimmungen beim Schächtungsablauf eingehalten werden
  • Art und Anzahl der Tiere, die geschächtet werden sollen
  • Wann und wo soll geschächtet werden?
    Schächtungsdatum oder Zeitraum und Ort der Schächtung
  • Geräte, die zur Schächtung verwendet werden
  • Was passiert mit dem Fleisch?
    Verbleib des Fleisches: Erklärung, dass das Fleisch nur an Personen abgegeben wird, die sich an zwingende religiöse Vorschriften zum Schächten halten müssen.

weitere Unterlagen können erforderlich sein.

Voraussetzungen

Das betäubungslose Schlachten muss aufgrund von religiösen Riten oder Speisevorschriften zwingend erforderlich sein.

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, beispielsweise Anforderungen an die Schlachtstätte oder an die Sachkunde des Metzgers.

Verfahrensablauf

Sie müssen den Antrag schriftlich stellen. Wir überprüfen Ihre Angaben.

Eventuell muss die Person, die schächten soll, uns nachweisen, dass sie die Bestimmungen der Tierschutz-Schlachtverordnung kennt und beherrscht.

Hinweise/Besonderheiten

Als Alternative zum verbotenen Schächten gibt es hierfür die vielfach akzeptierte Schlachtmethode mit Elektrokurzzeitbetäubung. Dabei erfolgt eine kurze Betäubung von Schafen und Rindern mittels Elektrozange. Die Tötung der betäubten Tiere erfolgt durch Ausbluten nach einem Kehlschnitt. Diese Methode genügt sowohl der gesetzlichen Tierschutzvorschrift, nach der ein Tier vor dem Schlachten zu betäuben ist, als auch der religiösen Anforderung, dass ein Tier während des Entblutens noch leben muss. Die Tiere würden ohne den sofortigen Schnitt durch die Kehle wieder zu Bewusstsein kommen und weiterleben.

Sprechen Sie uns an - wir beraten Sie gerne.

Kosten

Es fallen Kosten an.

Zahlungsweisen:

  • Überweisung

Zuständige Organisationseinheit(en)

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