Verpflichtungserklärung für Besuchszwecke Entgegennahme

Möchten Sie jemanden aus dem Ausland zu einem Besuchsaufenthalt in Deutschland einladen? Hier erfahren Sie, wie Sie die dafür notwendige Verpflichtungserklärung abgeben können.

Ausführliche Beschreibung der Leistung

Wenn Sie einen ausländischen Besucher oder eine ausländische Besucherin für kurze Zeit nach Deutschland einladen, können Sie für Ihren Besuch eine Verpflichtungserklärung abgeben. Eine solche Verpflichtungserklärung braucht Ihr Besuch vor allem, wenn er ein Kurzaufenthalts-Visum beantragt und die Kosten seines Aufenthalts in Deutschland nicht selbst bezahlen kann. Die Verpflichtungserklärung wird nach ihrer Ausstellung von deutschen Auslandsvertretungen in der Regel für bis zu 6 Monate anerkannt.

Was ist ein Kurzaufenthalts-Visum?

Mit einem Kurzaufenthalts-Visum kann Ihr Besuch bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen in Deutschland bleiben. Es gilt für private Besuche, touristische Reisen und Geschäftsreisen. Es wird auch „Schengen-Visum“ oder „Touristen-Visum“ genannt. Mehr zum Kurzaufenthalts-Visum erfahren Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes (siehe Abschnitt „Weiterführende Informationen“).

Um welche Kosten geht es?

Mit der Erklärung verpflichten Sie sich, alle Kosten zu übernehmen, die dem Staat durch den Aufenthalt Ihres Besuches in Deutschland entstehen könnten.
Dazu zählen:

  • Kosten für den Lebensunterhalt (zum Beispiel für Essen, Trinken, Wohnen, Kleidung, ärztliche Behandlung, Medikamente oder Pflege)
  • Kosten, die entstehen, falls die Behörden Ihren Besuch zwangsweise in sein Heimatland zurückschicken müssen.

Diese Verpflichtung gilt für alle öffentlichen Aufwendungen in einem Zeitraum von 5 Jahren.


Hinweis:
Sie können keine Verpflichtungserklärung abgeben, wenn Sie:

  • Leistungen nach dem AsylbLG, SGB II oder SGB XII empfangen,
  • in Probezeit arbeiten oder
  • Ausländerin oder Ausländer mit einem der folgenden Aufenthaltstitel sind:
    • Duldung,
    • Aufenthaltsgestattung,
    • Visum für Besuchszwecke,
    • kurzfristige Aufenthaltserlaubnisse.

Ihr Besuch muss eine Krankenversicherung haben, die auch für den Aufenthalt in Deutschland gilt. Es gibt hierfür auch Reisekrankenversicherungen. Erkundigen Sie sich bitte dazu bei einer Versicherung oder bei Automobilclubs.

Erforderliche Unterlagen

  • gültiger amtlicher Ausweis
    (beispielsweise Personalausweis, Reisepass, eventuell mit Meldebescheinigung)
  • Einkommensnachweise der letzten 3 Monate
    • beispielsweise Verdienstbescheinigung, Rentenbescheid
    • bei Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit:
      eine Bescheinigung des Steuerberaters über die durchschnittlichen Netto-Einnahmen (nach Steuern) der letzten 6 Monate (betriebswirtschaftliche Auswertungen werden nicht anerkannt).
      Einen Vordruck für Ihren Steuerberater finden Sie unter "Formulare"
    • eventuell Nachweise über Kindergeld (Bescheid oder Kontoauszug) oder Elterngeld (Bescheid)
    • eventuell Zahlungen beziehungsweise Einkünfte aus Unterhaltsverpflichtungen (Bescheid oder Kontoauszug)
  • aktuelle Nachweise über Belastungen bezüglich Wohnraum und Nebenkosten
    • bei Mietwohnung: Mietvertrag
    • bei Wohnraum im Eigentum:
      Nachweis über Eigentum (letzter Grundsteuer-Bescheid)
      Nachweis über Kredite (Aufstellung vom Kreditinstitut oder Kontoauszug)
    • Nachweise über Nebenkosten wie Strom, Wasser, Gas (beispielsweise Kontoauszug, Bescheid Grundbesitzabgaben, Abrechnung Stadtwerke oder Energieversorger)
  • Angaben über den Besucher
    (Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, vollständige Anschrift, eventuell Passnummer - idealerweise haben Sie eine Kopie des Passes)

Formulare

Hinweise/Besonderheiten

Wenn Sie in Detmold wohnen, wenden Sie sich bitte an die Bürgerberatung der Stadt Detmold.

Bitte beachten Sie:
Die endgültige Entscheidung, ob ein Visum erteilt wird, trifft die deutsche Botschaft.

Verfahrensablauf

Eine Verpflichtungserklärung kann nur nach vorheriger Terminabsprache aufgenommen werden. Einen Termin können Sie ausschließlich telefonisch unter +49 5231 62-300 vereinbaren

Die einladende Person muss persönlich vorsprechen.

Mit einer entsprechenden Vollmacht kann auch der Ehepartner oder Lebenspartner ohne eigenes Einkommen die Verpflichtungserklärung abgeben. Eine Vollmacht finden Sie unter Formulare verlinkt.

Rechtsgrundlage(n)

§5 Abs. 1 AufenthG bzw. Art. 21 Visakodex iVm Art. 6) Abs. 1 c) Grenzkodex

§ 67 AufenthG Umfang der Kostenhaftung

§ 68 Haftung für Lebensunterhalt

Weiterführende Informationen

Bearbeitungsdauer

ungefähr 30 Minuten

Kosten

Original der Verpflichtungserklärung: EUR 29,00
Duplikat (zum Beispiel nach Verlust): EUR 10,00


Zahlungsweisen:

  • Bargeldzahlung
  • girocard

Zuständige Organisationseinheit(en)

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