Förderlogo Klimaerlebniswelt Oerlinghausen

Klimawandel hautnah erfahren

Die Klimaerlebniswelt Oerlinghausen wird als bundesweit erste erlebnispädagogische Einrichtung geplant. Mit dem Ziel, die drängenden Fragen der Anpassung an den Klimawandel aufzuzeigen und zu beantworten, denn Hitze oder Dürre stellen Natur, Wohnen und Gesundheit vor große Herausforderungen. Das Projekt macht den Klimawandel hautnah erfahrbar und stellt Strategien vor, um darauf zu reagieren.

So veranschaulichen die Gebäude – als Teil der Klimaerlebniswelt – anhand nachhaltiger Materialien und Energieerzeugung das klimaangepasste Bauen. Die Fassaden und das Baumaterial für das barrierefreie Gebäude orientieren sich an den Aspekten „Feuer, Luft, Wasser, Erde“, im Zuschnitt wird eine Wabenstruktur aufgegriffen.

Die Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten der Anpassung, die Neugestaltung des persönlichen Lebensumfelds im urbanen Raum sowie die zukunftsorientierte Land- und Forstwirtschaft können die Besucher innerhalb der Gebäude erleben. Im Naturschutzgroßprojekt Senne lässt sich die reale Umsetzung besichtigen. Das nahe Archäologische Freilichtmuseum schlägt den Bogen zur Klimafolgenanpassung unserer Vorfahren.

Die Klimaerlebniswelt Oerlinghausen ist Teil der REGIONALE 2022, das Projekt hat derzeit den A-Status.

Weitere Infos

Klimaerlebniswelt Oerlinghausen: Projektbeschreibung

Der Klimawandel und dessen Folgen sowie das Bewusstsein für den notwendigen Erhalt der Umwelt und auch der Wunsch nach einem aktiven Naturerleben, gerade in der Freizeit, sind Megathemen unserer Zeit.

„Fridays for Future“ und der Green Deal sind nur die bekanntesten Beispiele dafür, dass das Klima wie kaum ein anderes Thema im Fokus der gesellschaftlichen Debatte steht.

Auch bei uns in Lippe und OWL ist der Klimawandel sichtbar angekommen, betrachtet man die großflächig abgestorbenen Fichtenbestände oder auch die immer häufiger werdenden Starkregen.

Die „Klimaerlebniswelt Oerlinghausen“ (KEW) will unter diesem Megathema „Klimawandel“ das Umweltbewusstsein einerseits und das Bedürfnis naturnaher Freizeitgestaltung andererseits miteinander verknüpfen und die daraus entstehenden Synergien touristisch nutzen – im Sinne einer wertschöpfenden Weiterentwicklung der Region. Denn ihr Standort macht die Klimaerlebniswelt zum Bindeglied verschiedener Destinationen in unmittelbarer Nähe.

Das Regionale-2022 Projekt mit A-Status „Klimaerlebniswelt Oerlinghausen“ widmet sich schwerpunktmäßig nach Darstellung des Klimawandels und deren Ursachen dem drängenden Zukunftsthema der Klimafolgeanpassung. Mit diesem Thema schaffen wir in NRW an touristisch exponierter Stelle eine Einrichtung mit deutschlandweiter Alleinstellung.

Verteilt auf mehrere zellenartig entworfene Räume geht es darum auf technisch höchstem Niveau Aufmerksamkeit zu erzeugen, Menschen zu überzeugen, sie dazu zu bewegen, etwas zu tun. Es geht um Aktion. Durch Erkenntnisse, durch Fühlen, Hören und Sehen wird der Besuch ein aktives Mitmacherlebnis.

Als bundesweit erste Einrichtung ihrer Art wird die KEW die drängenden Fragen der Anpassung an den Klimawandel aufzeigen und beantworten. Phänomene wie Hitze oder Dürre stellen Natur, Wohnen, Stadtplanung und Gesundheit vor große Herausforderungen. Das Projekt macht dies hautnah erfahrbar und stellt Strategien vor, um darauf zu reagieren.

Und zwar in den Handlungsfeldern: Architektur, Bauwesen, Raumplanung, Wasserwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Biodiversität genauso wie in Feldern Gesundheit, Lebensstil, Konsum, Freizeit und Tourismus.

Der innovative Präsentationsansatz des Projekts setzt dabei gezielt auf die Möglichkeiten der Digitalisierung, um die komplexen Entwicklungsprozesse anschaulich und verständlich abzubilden.

Das Konzept profitiert von seiner erlebnisorientierten Ausrichtung: Es baut auf sinnliche Erfahrung, etwa durch die Simulation von Hitze, Kälte und Stürmen in den Räumen, auf technisch beeindruckende Präsentationen auch mittels digitaler Elemente und auf die Möglichkeiten zur Interaktion durch die Gäste. Nicht die frontale Belehrung steht im Vordergrund, sondern die Besucher sollen selbst Teil des Geschehens werden, indem sie wie in einem Living Lab anhand entsprechender Tools Szenarien durchspielen und Lösungen entwerfen können.

Was in der Klimaerlebniswelt theoretisch vermittelt wird, wird im angrenzenden Archäologischen Freilichtmuseum und dem Naturschutzgroßprojekt Senne in natura sichtbar und kann erwandert werden.

Klimageschichte und -anpassung bilden mit dem angrenzenden Naturschutzgroßprojekt und dem Archäologischen Freilichtmuseum unter dem Dach „Urland“ ein Gesamterlebnis was sich zum einen durch die inhaltlichen Schnittmengen zum anderen durch die Kopplung von Indoor- mit Outdoorerleben zu einer deutschlandweit einmaligen Tourismusdestination entwickeln wird.

Klimaerlebniswelt Oerlinghausen: Gebäude und Räume in der Klimaerlebniswelt

Klimaerlebniswelt Oerlinghausen - Grafik Eingang 3

Das Gebäude

Das Gebäude wird nach Maßgabe des Cradle to Cradle Gedankens ressourcenschonend in Holzbauweis erbaut. Moderne architektonische und technische Möglichkeiten der Klimaanpassung werden am Bau selber für den Besucher sichtbar und nachahmbar. Ein Beispiel: Zur Anpassung an Hitze und Wärme werden im Charakter eines Living labs unter anderem die neusten Entwicklungen des Fenster- und Glasfassadenbaus wie zum Beispiel sogenannten elektrochromen Glases regionaler Firmen erprobt und gegebenenfalls in Auswertung dieser Praxisanwendung optimiert. Dies ist von besonderer Bedeutung weil die Zunahme von kühlenden Klimaanlagen in den vergangenen Jahren infolge der Hitzeperioden kontraproduktiv zum Klimaschutz sind und das Aufzeigen von Alternativen jetzt wichtig ist.

Die Räume - Intro "Erde 5.0"

Klimaerlebniswelt Oerlinghausen Raum 1: Erde 5.0

Jede „Zelle“ bietet ihre ganz eigene Atmosphäre: Das Intro „Erde 5.0“ zieht den Besucher mit einer beeindruckenden Projektion über die Entstehung der Erde und ihre atemberaubende Klimageschichte bis hin zu Zukunftsszenarien gleich zu Beginn in seinen Bann.

Die Räume -"Your Challenge"

Klimaerlebniswelt Raum 2 - Szenarien

Sie blicken auf den im Weltall rotierenden Erdball – dieser scheint im Raum zu schweben. Eine eindrucksvolle Projektion begleitet die Besucher.
Es folgt „Your Challenge“ – eine Zelle, die sich durch wechselnde Extremwetterszenarien mit realen Temperaturextremen, Multivisionswänden und Geräuschen immer wieder verwandelt. Darin stehen auch die vier ThinkTanks (Räume im Raum), in denen die Gäste Schwerpunktthemen mit Exponaten interaktiv erkunden. Dazu zählen Architektur und Bauwesen, Raum und Stadtplanung, Landwirtschaft und Boden, Biologische Vielfalt und Wald- und Forstwirtschaft.

Im Ablauf von etwa einer Stunde geht das »normale« Wetter immer wieder in Extremwetterereignisse an Wand und Boden sicht- und spürbar über: Sie hören das Heulen eines Sturms, das Geräusch prasselnder Regentropfen während eines Wolkenbruchs oder Hagelkörner, Gewitterdonnern, Grillenzirpen im heißen Sommer, spüren den heißen Wind im Gesicht. Fakten zu Wetterereignissen, ihrer Entstehung, den Folgen sowie Fragen, die zum Nachdenken anregen und Impulse setzen, inspirieren die Besucher bei der Suche nach der passenden Lösung an den interaktiven Exponaten.

Die Räume - "Change Lab"

Klimaerlebniswelt Raum 3: Change Lab

Der letzte Raum der Ausstellung ist die grüne Oase „ChangeLab“. Hier treffen die Gäste unter anderem Menschen aus der Region, die von ihren Projekten zur Klimafolgeanpassung erzählen und berichten, wie das künftige Klima ihr Leben beeinflusst. Eigene Ideen sollen hier gerne geteilt werden. Für unterschiedliche Interessen (wie zum Beispiel Hausbesitzer, Stadtplaner, Gesundheitsvorsorge oder Land- und Forstwirtschaft) gibt es hier Lösungen aufgrund der aktuellen Forschung und Technik, die die Besucher erfahren und mitnehmen können um in ihrem persönlichen Umfeld umsetzen zu können.

Das natürliche Umfeld mit Pflanzen und Sound bietet den perfekten Rahmen dafür. Sie lauschen den Naturgeräuschen und riechen die Natur, um sich hier zu entspannen. Es wird zum Beispiel die Frage aufgeworfen, welche Strategien zu dem Heimatort des einzelnen Besuchers passt oder ob dieser bereits eigene Ideen hat?

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