Senne
Senne
Die geologischen Faktoren, die das Erscheinungsbild der Senne bis heute
maßgeblich prägen, wurden in der vorletzten Kaltzeit („Saale-Kaltzeit“)
vor etwa 200.000 Jahren ausgebildet. Damals reichten zwei Gletscher von
Norden und Nordwesten her bis an den Teutoburger Wald. Beim Abschmelzen
der Gletscher wurden große Mengen Sand, die zum nicht unerheblichen Teil
von den Sandsteinen des Teutoburger Waldes abgerieben wurden, westlich
des Teuto in einem großen Schmelzwassersee abgelagert. Die Sande, die
die Sennelandschaft prägen, erreichen Mächtigkeiten von bis zu 30 Metern
und mehr. In der letzten Kaltzeit („Weichsel-Kalkzeit“) blieb die Senne
dagegen eisfrei – eine baumfreien Tundra prägte zu der Zeit die
Sennelandschaft.
Die Senne zählt in Nordrhein-Westfalen zu den
bedeutendsten Landschaften für den Naturschutz. Auf den nährstoffarmen
Sandböden hat sich durch menschliches Wirken nach und nach eine
abwechslungsreiche Landschaft mit Heiden und Sandmagerrasen, Grünländern
und Äckern, Bachläufen und Wäldern ausgebildet, die zahlreiche, teils
seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Die Erhaltung, Pflege und
Entwicklung der traditionellen Landschaft samt ihren Bewohnern kommt
daher eine ganz besondere Bedeutung zu.
Info
Neben den Naturlandschaften im Naturschutzgroßprojekt gibt es auch Kulturlandschaften, die durch behutsame Beweidung erhalten werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
Wälder der Senne
Heiden und Magerrasen
Sandäcker
Moore und Bachtäler
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