14.11.2018

Entwicklung und Bildung von Kindern im Fokus: Kreis Lippe sucht weitere Elternbegleiterinnen

Nicht immer ist es leicht, Eltern zu sein, und es gibt Situationen im Familienleben, in denen Unterstützung wichtig ist. Um die Familien in diesen Situationen gut begleiten zu können, werden im Kreis Lippe bereits seit vielen Jahren sogenannte Elternbegleiterinnen eingesetzt. Um noch mehr Familien in Lippe diesen Service zu ermöglichen, sucht der Kreis jetzt neue Elternbegleiterinnen. Um Interessierte über die Elternbegleitung zu informieren, lädt der Kreis Lippe am Dienstag, 20. November, und am Montag, 26. November, jeweils von 17 bis 19 Uhr ins Kreishaus in Detmold ein. Die Infoveranstaltung findet am 20. November in Raum 405 und am 26. November in Raum 402 statt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Und so funktioniert das Angebot: Elternbegleiterinnen besuchen und begleiten Familien über einen überschaubaren Zeitraum und unterstützen die Eltern beim Umgang mit ihren individuellen Schwierigkeiten. Diese Art der aufsuchenden, frühen Bildung wird den Familien durch das Team Familienfreundlicher Kreis, Kinderschutz des Kreises Lippe kostenfrei angeboten. Wer Elternbegleiterin werden will, sollte einen beruflichen Hintergrund aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie oder Gesundheit haben, bereit sein, sich weiterzubilden und an einer fundierten, mehrtägigen Qualifizierung teilzunehmen. Hierfür ist lediglich ein geringer Eigenanteil zu zahlen. Die Tätigkeit als Elternbegleitung wird mit einem Honorar vergütet, stellt aber keine klassische Erwerbstätigkeit dar.

Mit dem Modellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 bis 2020 die Weiterentwicklung flüchtlingsbezogener Elternbegleitung. Ziel ist es, Netzwerke von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern verschiedener Träger und Flüchtlingsfamilien zu stärken. Elternbegleitung soll dadurch nachhaltig im Sozialraum verankert werden. An bundesweit 50 Standorten unterstützen modellhaft lokale Elternbegleitungsnetzwerke zugewanderte Familien beim Ankommen und bei der Integration in der Kommune. Institutionen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in denen Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter tätig sind, bilden im Rahmen des Programms ein Netzwerk mit wichtigen Partnern im Sozialraum und entwickeln in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt niedrigschwellige Beratungs- und Begleitungsangebote für geflüchtete Familien. Durch die Elternbegleitungsnetzwerke erhalten neu zugewanderte Familien vor Ort wirksame Unterstützung bei der Integration, insbesondere für die Bildungschancen ihrer Kinder.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesmodellprogramms „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Näheres dazu: www.bmfsfj.de und auf der Website des Programms www.elternchance.de.

Für Fragen rund um die Elternbegleitung stehen Doris Hampel unter 05231/62-4271 und Nadine Heinemann unter 05231/62-4251, beide vom Team Familienfreundlicher Kreis, Kinderschutz, gerne zur Verfügung.

BMFSFJ gefördert vomLogo Elternchance_solo