29.04.2020

Entwicklung und Bildung von Kindern im Fokus:
Elternbegleiterinnen unterstützen Familien auch in Zeiten von Corona

Nicht immer ist es leicht, Eltern zu sein, und es gibt Situationen im Familienleben, in denen Unterstützung wichtig ist – seit 2011 kümmern sich darum im Kreis Lippe sogenannte Elternbegleiterinnen.

Und so funktioniert das Angebot: Elternbegleiterinnen besuchen und begleiten Familien über einen gewissen Zeitraum und unterstützen die Eltern beim Umgang mit ihren individuellen Schwierigkeiten. Diese Art der aufsuchenden, frühen Bildung wird den Familien durch das Team Familienfreundlicher Kreis, Kinderschutz des Kreises Lippe kostenfrei angeboten. Für Fragen rund um die Elternbegleitung stehen Doris Hampel unter 05231/62-4271 und Nadine Heinemann unter 0151/52154447, beide vom Team Familienfreundlicher Kreis, Kinderschutz, zur Verfügung.

Die aktuelle Corona-Pandemie fordert den Familienverbund besonders heraus. Wie bewältigen Familien die Herausforderungen und wie unterstützen die Elternbegleiterinnen mit ihrer Arbeit die Familien in der aktuellen Situation?

Dazu traf Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in der vergangenen Woche fünf Elternbegleiterinnen aus ganz Deutschland in einer Videokonferenz, um sich mit ihnen über die alltäglichen Herausforderungen für Familien während der Corona-Krise auszutauschen. Eine Stunde berichteten die Elternbegleiterinnen, wie sie Eltern und ihre Kinder auch ohne den direkten und persönlichen Kontakt unterstützen und begleiten. Sie stellten alternative Formate zur Aufrechterhaltung der Kommunikation und des Kontaktes vor und teilten ihre Erfahrungen.

Denn auch in Zeiten von Corona stehen die Elternbegleiterinnen den Familien zur Seite: Nicht persönlich aber telefonisch oder auch per Video. Sie lassen die Familien in dieser schwierigen Zeit nicht allein und machen Mut. Dafür informieren sie auch weiterhin über Websites, helfen bei Anträgen auf Förderungen, beispielsweis dem Kinderzuschuss. Die Konferenzschaltung ist als Video auf der Website zum ESF-Bundesprogramm „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ unter www.elternchance.de veröffentlicht.

Seit 2017 nimmt auch der Kreis Lippe an dem Angebot teil. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert von 2017 bis 2020 die Weiterentwicklung flüchtlingsbezogener Elternbegleitung. Mit dem Ziel Netzwerke zwischen Elternbegleiterinnen verschiedener Träger und Flüchtlingsfamilien zu stärken. An bundesweit 50 Standorten unterstützen modellhaft lokale Elternbegleitungsnetzwerke zugewanderte Familien beim Ankommen und bei der Integration in der Stadt oder Gemeinde. Institutionen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in denen Elternbegleiterinnen tätig sind, bilden im Rahmen des Programms ein Netzwerk mit wichtigen Partnern im Sozialraum und entwickeln in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt niedrigschwellige Beratungs- und Begleitungsangebote für geflüchtete Familien. Durch die Elternbegleitungsnetzwerke erhalten neu zugewanderte Familien vor Ort wirksame Unterstützung bei der Integration, insbesondere für die Bildungschancen ihrer Kinder.