20.06.2014

Feierliche Wiedereröffnung: Kreis übergibt neuen parlamentarischen Bereich an Öffentlichkeit

80er Jahre-Charme trifft auf moderne Architektur: Der parlamentarische Bereich des Detmolder Kreishauses erstrahlt nach der Generalsanierung aller Räume in neuem Glanz. Rund 400 Gäste haben jetzt die symbolische Schlüsselübergabe der ausführenden Architekten des Planungsbüros schmersahl|biermann|prüßner aus Bad Salzuflen, in Person von Diplom-Ingenieur Falko Biermann, an Landrat Friedel Heuwinkel miterlebt.

Etwa elf Monate hat die Verwandlung des alten Plenarsaals nebst Nebenräumen im einen zeitgemäßen Sitzungs-, Tagungs- und Veranstaltungsortes gedauert. „Hauptaugenmerk des gesamten Projektes war das unbedingte Einhalten der vom Kreistag verabschiedeten Kostenhöchstgrenze von vier Millionen Euro, was uns am Ende auch gelungen ist. Das macht uns natürlich mit Blick auf andere Projekte in der Bundesrepublik ein Stück weit stolz, denn es zeigt, dass gesundes Haushalten mit öffentlichen Mitteln durchaus möglich ist“, erläuterte Landrat Friedel Heuwinkel den anwesenden Gästen. Vor der feierlichen Eröffnung des neuen parlamentarischen Bereichs hatte sich der neue Kreistag zu seiner konstituierenden Sitzung im modern ausgestatteten Plenarsaal eingefunden. Hier wurden auch die neuen stellvertretenden Landräte gewählt: Neue erste stellvertretende Landrätin ist Kerstin Vieregge (CDU), zweiter stellvertretender Landrat ist Kurt Kalkreuter (SPD) und dritter stellvertretender Landrat ist Thomas Enzensberger (Die Grünen).

„Der neue parlamentarische Bereich wird aber nicht nur ein Ort der politischen Diskussion und Entscheidungsbildung sein, sondern er wird auch Raum für Veranstaltungen und Events bieten, die die kulturelle Landschaft in Lippe bereichern werden, eben ein Ort für alle Lipperinnen und Lipper“, fasste Landrat Friedel Heuwinkel in seiner Rede zusammen und bedankte sich vor allem für den Einsatz der rund 50 am Umbau beteiligten Firmen. „Für uns galt es im Bestand zu sanieren, was natürlich auch in Stück weit eine Herausforderung bedeutet, welche wir aber glauben gut gemeistert zu haben“, fügte  Falko Biermann an.

Rückblick: Vor rund drei Jahren rief der Kreis Lippe einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des neuen parlamentarischen Bereichs an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe aus. Etwa 20 Studenten der Fachrichtung Architektur- und Innenarchitektur nahmen daran teil und reichten ihre Vorschläge ein. Im September 2011 stellten die Studenten schließlich ihre Projekte vor, welche Anfang 2012 vom Planungsbüro schmersahl|biermann|prüßner aufgenommen und weiterentwickelt wurden. Im Januar 2013 war es dann soweit: Landrat Friedel Heuwinkel wurde vom Kreistag mit dem Ziel beauftragt, mit dem „Kreishaus und Kreishausareal“ mindestens Passivhausstandard, möglichst aber Plusenergiestandart zu erreichen, es zu modernisieren und zu sanieren. Unter dieser Zielvorgabe sind  die energetischen Sanierungsmaßnahmen des Gebäudes erfolgt. Mit den jetzt realisierten Umbauten ist der Weg zu diesem ambitionierten Ziel bereitet. „Der mit der neuen Photovoltaik-Fassade gewonnene Strom entspricht dem Bedarf von vier Ein-Familienhäusern. Zudem werden wir nach Abschluss aller energetischen Sanierungsmaßnahmen künftig über 80 Prozent unseres Heizenergiebedarfes einsparen. Das ist eine atemberaubende Vorstellung und zeigt, was unsere `grünen Technologien´, die auch an der Hochschule OWL intensiv erforscht und weiterentwickelt werden, schon heute in der Lage sind zu leisten“, erklärte Landrat Friedel Heuwinkel beim gemeinsamen Rundgang durch die frisch sanierten Räume. „Insgesamt kann man die vom Kreis Lippe in Auftrag gegebenen Umsetzung von neuen energetischen Konzepten als vorbildlich beschreiben und von einem `Leuchtturmprojekt´ sprechen, das hoffentlich viele Nachahmer finden wird“, fasste Falko Biermann zusammen.

Der Landrat und seine neuen Stellvertreter (von links):          Der Moment der Schlüsselübergabe:

Die Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung im Parlamentarischen Bereich im Kreishaus der Kreisverwalung Lippe wurde unter dem Kennzeichen 03KS6755 aus dem "Energie- und Klimafonds" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Zeitraum vom 1. August 2013 bis zum 31. Juli 2014 durch den zuständigen Projektträger, das Forschungszentrum Jülich, gefördert. Weitere Informationen unter www.bmu-klimaschutzinitiative.de und www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen im Internet.

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