07.11.2019

Gedenken zum Volkstrauertag auf dem Detmolder Kaiser-Wilhelm-Platz

Zum Volkstrauertag findet auch in Lippe wieder eine zentrale Gedenkveranstaltung statt. Diese wird am Sonntag, 17. November, traditionell auf dem Detmolder Kaiser-Wilhelm-Platz stattfinden. Landrat Dr. Axel Lehmann, Kreisverbandsvorsitzender im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, betont: „Der Volkstrauertag ist längst nicht mehr nur ein Tag, an dem wir den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedenken wollen. Sondern er ist auch ein Tag, an dem wir uns bewusst machen, was wir aus der Vergangenheit lernen. Nur dann können wir den Blick auch in die Zukunft richten und gemeinsam daran arbeiten, den Frieden in Europa aufrecht zu erhalten."

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Christus-Kirche am Kaiser-Wilhelm-Platz. Nach dem Gedenkmarsch um 12 Uhr zum Ehrenmal werden Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold, und Landrat Lehmann zur Kranzniederlegung eine Ansprache halten. Bei schlechtem Wetter findet dieser Programmpunkt im Anschluss an den Gottesdienst in der Christus-Kirche statt.

Im Dezember kann der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Gleichzeitig verdeutlichen aktuelle weltpolitische Ereignisse, wie wichtig es nach wie vor ist, sich für den Frieden und die Völkerverständigung einzusetzen – eine Aufgabe, der sich auch der Volksbund verschrieben hat. 

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut im Auftrag der Bundesregierung die Gräber von über zwei Millionen Kriegstoten auf mehr als 832 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten der Welt. Er wird dabei unterstützt von rund einer Million Mitgliedern und Förderern sowie der Bundesregierung. Kriegsgräberstätten deutscher Gefallener finden sich in 100 Ländern der Erde. Jedes Jahr kommen zahlreiche Jugendliche aus Ländern West- und Osteuropas zu den Begegnungsstätten, nehmen an Work-Camps teil und nutzen die Möglichkeit für die Teilnahme an Projekten und den interkulturellen Austausch. Dabei lernen die Jugendlichen, dass das Recht auf freie Meinung, die Wahrung der Menschenrechte, die Demokratie und der Frieden keine Selbstverständlichkeit sind, sondern das Engagement jedes Einzelnen fordern.

Weitere Informationen zur Arbeit des Volksbunds gibt es im Internet unter www.volksbund-nrw.de.