31.10.2019

Gute Beratung für kleine und mittlere Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe – einfache Zugänge mit der Potentialberatung NRW am OWL-Beratertag

Neue Impulse in der Beratung und ein großes Netzwerk: Dies ermöglichte der OWL-Beratertag, der Ende Oktober von der Kreiswirtschaftsförderung Lippe und der Regionalagentur OWL ausgerichtet wurde. Im Kreishaus konnten sich rund 60 Berater aus der ganzen Region über aktuelle Neuerungen der Potentialberatung NRW und einfache Zugänge mithilfe weiterer Förderprogramme informieren und austauschen.

Angesichts zunehmender Entwicklungsdynamik sehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen Handlungsbedarf bei betrieblichen Veränderungsprozessen; vor allem in der Arbeitsorganisation, bei der aktiven Gestaltung des digitalen Wandels oder auch im betrieblichen Umweltmanagement. Durch gute Beratung lassen sich diese Veränderungen konstruktiv gestalten. Qualitätsbewusste Berater haben dabei eine Schlüsselrolle inne. Mit dem OWL-Beratertag sollen sie gestärkt werden und die Möglichkeit haben, sich mit ihren verschiedenen Beratungsschwerpunkten auszutauschen und zu ergänzen.

„Die Berater in OWL nehmen als Brücke in die Unternehmen eine wichtige Funktion ein. Deswegen ist es uns ein Anliegen, sie mit dem Beratertag weiter zu unterstützen und ihnen neue Impulse zu geben“, so Jörg Düning-Gast, Verwaltungsvorstand und Fachbereichsleiter Service und Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe, über die Bedeutung der regelmäßigen Veranstaltung. Erfahrene Fachleute und Vertreter von Institutionen gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Potentialberatung NRW, die Qualitätsansprüche an gute Beratung und die Möglichkeiten für leichte Zugänge zur Potentialberatung, um anschließend den Übergang in weitere Förderprogramme zu gestalten.

Mit rund 100 beratenen Unternehmen jährlich nimmt Ostwestfalen-Lippe eine Spitzenposition in Nordrhein-Westfalen ein. In Lippe setzten Unternehmen mit der Potentialberatung seit 2018 fast 90.000 Euro Fördermittel als direkte Hilfen für Veränderungsprozesse ein. Resultierende Investitionen in Anlagen und Maschinen, effizientere Abläufe oder aktive Personalentwicklung kommen hinzu. Von den weiterführenden Mehrwerten für beratene Unternehmen weiß Bernd Stracke, Geschäftsführer der pro office GmbH in Lemgo, zu berichten: „Die Beratung gab uns sehr viel Anleitung als `Hilfe zur Selbsthilfe´, so dass nach der Potentialberatung die Maßnahmen gut in die betriebliche Praxis eingeführt werden konnten. Aus unserer Perspektive heraus war und ist die Potentialberatung ein unbürokratisches und wertvolles Instrument in einem Veränderungsprozess, den wir von außen unterstützen wollten.“

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Stellten die Beratung in den Mittelpunkt (v.l.): Thomas Dreikandt, Kreiswirtschaftsförderung Lippe, Dr. Katja Nink, Andreas Bendig, beide G.I.B. GmbH, Heike Wulf, Effizienz-Agentur NRW, Wolfgang Marquardt, OstWestfalenLippe GmbH, Melanie Taube, Andreas Lühmann, beide Regionalagentur OWL, Jörg Düning-Gast, Verwaltungsvorstand beim Kreis Lippe und Fachbereichsleiter Service und Wirtschaftsförderung, Uwe Gotzeina, Fachgebietsleiter Wirtschaftsförderung Kreis Lippe, und Dr. Friedhelm Keuken, INQA Offensive Mittelstand. (Foto: Kreis Lippe)

Mit dem Förderprogramm der Potentialberatung unterstützt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Unternehmen mit einem Zuschuss von 50 % (bis zu 500 Euro) je Beratungstag bei betriebsspezifischen Lösungen mithilfe externer Beratung. Eingeleitet und begleitet von der Regionalagentur OWL, erleichtert die Potentialberatung den Start in Modernisierungs- und Veränderungsprozesse, setzt Impulse im Betrieb und nimmt die Organisation als Ganzes in den Blick. Sie umfasst die Analyse der Stärken und Schwächen, Risiken und Chancen und auch der Qualifizierungsbedarfe. Den Schwerpunkt der Beratung setzt das Unternehmen selbst.

Interessierte Unternehmen können sich über die Potentialberatung NRW bei der Regionalagentur OWL im Kreis Lippe erkundigen. Weitere Informationen gibt es unter 05231 62-5760.