30.07.2019

Kellerlüftung – Warum im Sommer Vorsicht geboten ist

Sommer, Sonne, Hitze: Viele Hausbesitzer denken, dies sei auch der perfekte Zeitpunkt, um den feuchten, muffigen Keller zu lüften. Dies ist jedoch ein Trugschluss, wie Markus Herbst, Masterplanmanager im Klimaschutzbereich des Kreises Lippe, warnt: „Wer jetzt unüberlegt Kellerfenster und -türen aufmacht, riskiert einen Feuchte- oder sogar Schimmelschaden – der sorgt dann erst recht für muffige Kelleratmosphäre.“

Dieses Phänomen nennt sich Sommerkondensation. „Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Wenn die heiße Sommerluft in die kalten Kellerräume gelangt, kann sich Kondenswasser an den Wänden bilden. Der Keller wird feucht und bietet damit beste Voraussetzungen für die Bildung von Schimmel“, ergänzt Matthias Ansbach, Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW. Aus diesem Grund sollte im Sommer zum Beispiel Wäsche im Freien getrocknet werden.

Markus Herbst rät zudem: Um Feuchtigkeit und Schimmelschäden im Keller zu vermeiden, empfiehlt sich eine Lüftung nur dann, wenn die Luft draußen trockener und merklich kühler ist als im Keller. In der Regel ist das an warmen Sommertagen morgens, abends und in den Nachtstunden. Mit Feuchtigkeitssensoren ausgestattete Lüftungssysteme können diese Aufgabe übernehmen.

In den kühleren Jahreszeiten hingegen sollten die Kellerräume vermehrt gelüftet werden, um überschüssige Feuchtigkeit nach draußen zu transportierten. Ist der Keller trotz regelmäßiger Fensterlüftung feucht, kann ein Bauschaden vorliegen. Hier hilft eine Begutachtung durch einen Baufachmann.

Weiterführende Informationen zum optimalen Raumklima für Wohn- und Kellerräume gibt es in der ALTBAUNEU-Broschüre „Gesundes Raumklima – Mit Energieeffizienz zu behaglichem Wohnen ohne Schimmel“, die im Bürgerservice des Kreishauses, Felix-Fechenbach-Str. 5 in Detmold, ausliegen oder unter www.alt-bau-neu.de/kreis-lippe bei „Aktuell und Lokal“ zum Download bereitstehen. Für alle Fragen rund um Feuchtigkeit und Schimmel steht Matthias Ansbach, Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW, unter 05231/7015905 zur Verfügung.

Der Kreis Lippe ist Mitglied im landesweiten Netz ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert wird und zu Themen der energetischen Gebäudesanierung informiert.