28.01.2019

Lippische Berufskollegs erhalten Fördermittel für Digitalisierung

Die lippischen Berufskollegs begleiten junge Menschen auf den Weg in den Arbeitsmarkt, besonders wichtig ist daher auch ein zeitgemäßer und zukunftsfähiger Stand der Technik. Die vier Berufskollegs in Detmold und Lemgo erhalten etwa 5,3 Millionen Euro an Fördergeldern für den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl überreichte den Zuwendungsbescheid für das Projekt „Inno-LIP“ an Landrat Dr. Axel Lehmann.

Landrat Dr. Axel Lehmann freut sich sehr, dass der Kreis Lippe erneut den Zuschlag für ein so großes Förderprojekt erhalten hat: „Der Eigenbetrieb Schulen investiert zwar bereits pro Jahr etwa eine Million Euro in die Berufskollegs. Aber nur durch die Förderung von EU, Bund und Land sind wir in der Lage, die digitale Ausstattung flächendeckend zu optimieren.“ Das Projekt „Inno-LIP“ ist für drei Jahre angelegt und auch Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl stellt die Notwendigkeit der langfristigen Förderung heraus, denn: „Künftige Fachkräfte gut auf die Herausforderung der Industrie 4.0 vorzubereiten, ist ein ganz wesentliches Ziel der ERFE-Förderung. Durch die ‚Inno-LIP‘-Projektförderung können die Berufskollegs ihre Aktivitäten in diesem Bereich nun noch weiter ausbauen und so zur Fachkräftesicherung beitragen.“

In sogenannten Fachlaboren wird an allen Berufskollegs eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Maßnahmen gebündelt, um die Digitalisierung in allen Bereichen der Beruflichen Bildung zu verankern und nachhaltig zu verbessern. So sind beispielsweise Investitionen in der Kinderpflege, der digitalen Fertigung, dem kompletten Bereich Wirtschaft und Verwaltung sowie auch im Bereich Kunststoff und Formenbau geplant. Neben der reinen Sach- beziehungsweise Fachausstattung sollen zudem Anschaffungen für digital gestützte Lehr- und Lernprozesse und die allgemeine IT-Infrastruktur realisiert werden.

Die Berufskollegs sind die größten Träger der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Kreis Lippe. Etwa zwei Drittel aller Schulabgänger besuchen beispielsweise im Rahmen einer dualen Ausbildung die Berufsschule, qualifizieren sich in den Vollzeitbildungsgängen bis hin zum Abitur am Beruflichen Gymnasium oder besuchen Weiterbildungsangebote an den Fachschulen. Umso wichtiger ist, dass sie über eine aktuelle, am Stand der Technik orientierte Fachausstattung und eine sachgerechte digitale Infrastruktur verfügen. Dies erfordert umfangreiche Investitionen, die für alle vier Standorte zusammen knapp 6,7 Millionen Euro kosten – 80 Prozent werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie des RWP-Programms von Bund und Land NRW gefördert.

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Lippische Berufskollegs erhalten Fördermittel für Digitalisierung: Die Studierenden (v.l.) Jan-Lukas Wilmsmeier und Ewald Weissert zeigten bei der Übergabe des Förderbescheids die Potentiale der Digitalisieung für Wolfgang Wilden (Leiter Felix-Fechenbach-Berufskolleg), Susanne Tietje-Groß (Leiterin Hanse-Berufskolleg), Markus Rempe (Vorstand Lippe Bildung eG), Landrat Dr. Axel Lehmann, Dr. Jörg Weber (Leiter Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs und Sprecher der Berufskollegs), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin des Regierungsbezirkes Detmold), Claudia Otto (Projektkoordinatorin beim Eigenbetrieb Schulen) und Manfred Kreisel (Leiter Lüttfeld-Berufskolleg) auf. Foto: Kreis Lippe

Förderhinweis Berufskollegs