05.02.2019

Regional!? – Veranstaltung zur regionalen Vermarktung im Kreishaus

Was bedeutet Regionalität und welche Potentiale gibt es in Lippe für Regionale Vermarktung? Mit diesen Fragen haben sich nun rund 70 Teilnehmer bei der Veranstaltung „Regionale Vermarktung für Lippe“ beschäftigt. Ziel war es, lippische Akteure zu vernetzen und lokale Hemmnisse und Chancen der regionalen Vermarktung herauszuarbeiten. „Mit regionaler Ernährung kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erläutert Laura Schuster, Masterplanmanagerin des Kreises Lippe, die die Veranstaltung organisiert hat. „Es ist somit ein gutes Beispiel dafür, wie man auch mit kleinen Dingen viel erreichen kann, wenn viele mitmachen.“ Unterstützung für das Thema kam insbesondere vom landwirtschaftlichen Kreisverband Lippe. Neben Landwirten nahmen aber auch Händler, Verarbeiter sowie Konsumenten teil.

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Wollen regionale Produkte bekannter machen: Laura Schuster, Dieter Hagedorn (Vorsitzender Landwirtschaftlicher Kreisverband Lippe), Dr. Ute Röder, Prof. Dr. Holger Buxel, Olrik Meyer (Fachdienstleiter Klimaschutz) (v.l.).

Einen Einstieg über den Stellenwert von regionalen Lebensmitteln gab Prof. Dr. Holger Buxel von der Fachhochschule Münster in seinem Vortrag „Vermarktung von regionalen Lebensmitteln aus Erzeuger- und Verbraucherperspektive“. Dabei wurde deutlich, dass die unterschiedliche Definition von Regionalität seitens Verbraucher, Erzeuger und Verarbeiter oft ein unterschätztes Problem sei. Nichtsdestotrotz werde die Regionalität als Kaufargument beziehungsweise als ein bedeutsamer Faktor für den Vermarktungserfolg gesehen.

In den anschließenden vier Workshops entwickelten die Teilnehmer Strategien, wie regionale Produkte noch bekannter bei lippischen Verbrauchern gemacht werden können. Zudem analysierten sie Chancen und Hemmnisse bei der Vermarktung. Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppen – Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Konsum – spiegelten dabei die Elemente der Produktionskette wieder. „Durch die Heterogenität der Teilnehmerschaft sind spannende Ideen und Projekte erarbeitet worden“, so Dr. Ute Röder, Fachbereichsleiterin Umwelt und Energie des Kreises Lippe. „Vor allem der Wunsch, das Thema zeitnah in einzelnen Gruppen zu vertiefen, zeigt, dass wir mit dem Thema Regional-Vermarktung ins Schwarze getroffen haben.“ Ein Ergebnis des ersten Treffens ist der Wunsch, ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen.

Bei Anregungen zum Thema oder Interesse an einer Mitarbeit steht Laura Schuster unter 05231 62 5050 oder L.Schuster@kreis-lippe.de zur Verfügung.