28.01.2019

Sperrungen der Gauseköte: Kreis Lippe wendet sich an das Land als zuständige Behörde

Aktuell ist die Gauseköte (L937) erneut gesperrt, weil weitere Erdrutsche befürchtet werden. Allerdings ist die Landesstraße auch aufgrund von Witterungsbedingungen, wie etwa bei Schneefall oder böigen bis stürmischen Wetterlagen, regelmäßig nicht für den Verkehr freigegeben. Ein Zustand, der bei Lippes Bürgern und insbesondere den Berufspendlern immer wieder für Unmut sorgt.

Jüngst hat sich die Initiative Schlangen 4.0 an Landrat Dr. Axel Lehmann gewandt mit der Bitte, sich für die Lösung des Problems einzusetzen. „Rund 60 Prozent der Erwerbstätigen in Lippe pendeln zum Arbeitsort, Tendenz steigend. Die Situation an der Gauseköte ist deshalb auch aus Sicht des Kreises Lippe alles andere als zufriedenstellend. Deshalb ist es umso wichtiger, dass eine entsprechende Infrastruktur gewährleistet ist. Ich werde das Verkehrsministerium des Landes NRW in einem Brief auffordern, sich endlich mit der Gauseköte auseinanderzusetzen“, erklärt Landrat Dr. Lehmann in diesem Zusammenhang. Dass seit drei Jahren keine nachhaltige Lösung für die Durchgängigkeit der Gauseköte gefunden worden sei, könne nicht länger hingenommen werden, so Dr. Lehmann weiter.

Entgegen der Annahme der Initiative Schlangen 4.0, die sich in einem offenen Brief an Landrat Dr. Axel Lehmann gewendet hatte, ist der Kreis Lippe keine für Landesstraßen zuständige Behörde. Im Gegenteil, die Verantwortung für die Verkehrsführung auf den Landesstraßen liegt allein beim Landesbetrieb Straßen.NRW, der Kreis Lippe hat deshalb nur sehr begrenzte Einflussmöglichkeiten – etwa in Form von einem solchen Brief, wie er nun an das zuständige Verkehrsministerium NRW aufgesetzt wird. „Ich nehme das Anliegen aber sehr ernst und werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass eine Problemlösung für die Gauseköte erarbeitet wird“, betont Landrat Dr. Lehmann.