14.02.2020

Streetworkerin hat Arbeit in Horn-Bad Meinberg aufgenommen – Erste Ergebnisse

Nach kurzer Zeit bereits handfeste Ergebnisse: Streetworkerin Esra Gleim hat in Horn Kontakt zu fast jeder bulgarischen Familie aufgenommen und vermittelt zwischen allen Beteiligten. „Frau Gleim hat erste Brückenpersonen als Mittler gewonnen. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass wir dank des Engagements von Frau Gleim starke Impulse für eine positive Entwicklung der Situation in Horn setzen können“, betont Landrat Dr. Axel Lehmann.

Beim zweiten Bürgerdialog der Stadt Horn-Bad Meinberg hatte der Kreis Lippe zugesichert, eine Ansprechperson für Streetwork einzustellen, die zunächst vorrangig in Horn-Bad Meinberg eingesetzt wird. Seit Anfang Dezember 2019 nimmt Esra Gleim diese Aufgabe für den Kreis Lippe wahr. „Wir müssen uns aber darüber im Klaren sein, dass soziale Strukturen über Jahre wachsen und eine Verbesserung der Situation in Horn deshalb noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann in diesem Zusammenhang.

Kreis Lippe setzt Streetworkerin in Horn ein - Erste Ergebnisse

Streetworkerin Esra Gleim (1. von links) kann nach rund zwei Monaten in Horn-Bad Meinberg erste Erfolge vorweisen. Landrat Dr. Axel Lehmann, Bürgermeister Stefan Rother und Sabine Beine (Leitung Fachdienst Soziales und Integration Kreis Lippe, von links) hoffen auf weitere positive Impulse für die Entwicklung der Situation in der Stadt. Foto: Kreis Lippe

 

Brückenpersonen helfen, Vertrauen aufzubauen

Brückenpersonen in der sozialen Arbeit sind Menschen, die gut integriert sind und gleichzeitig eine gute Verbindung in das Milieu der Menschen mit ähnlichem Migrationshintergrund haben. Sie dienen als Mittler zwischen dem Milieu und einer Behörde oder einer öffentlichen Institution. „Geprägt von den Erfahrungen in ihren jeweiligen Herkunftsländern begegnen viele Menschen mit Migrationsgeschichte den Behörden mit großer Skepsis. Der Einsatz von Brückenpersonen ist deshalb enorm wichtig, um Vorbehalte abzubauen und die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu legen und Lösungen zu finden“, erläutert Streetworkerin Esra Gleim. Da nun erste Brückenpersonen gefunden seien, sei ein erster wichtiger Schritt im Gesamtprozess geschafft.

Und schließlich wurde über den Kreis Lippe ein Förderantrag für das Projekt „Zuwanderung aus Südosteuropa“ des Kompetenzzentrums für Integration NRW (KfI) gestellt. Maßnahmen zur Integration von Zuwanderern aus Südosteuropa könnten im Kreis Lippe für die Kommunen Horn-Bad Meinberg und Augustdorf demnach mit bis zu 250.000 Euro im Förderzeitraum bis 2022 gefördert werden. Mit einer Förderzusage kann voraussichtlich in Kürze gerechnet werden.

 

Ordnungspartnerschaft läuft gut an

Weiterhin läuft auch die Ordnungspartnerschaft, die im September vergangenen Jahres zwischen der Stadt Horn-Bad Meinberg, dem Kreis Lippe und der Kreispolizeibehörde geschlossen wurde, gut an. Mit Unterstützung und Begleitung von Kreismitarbeitern aus verschiedenen Bereichen wurden bereits mehrere Kontrollen von Immobilien in Horn-Bad Meinberg erfolgreich durchgeführt.

Bürgermeister Stefan Rother erklärt: „Wir danken dem Kreis Lippe für die gute konstruktive Zusammenarbeit und Hilfestellungen. Die bereits jetzt erkennbaren ersten Ergebnisse der Ordnungspartnerschaft zeigen, dass wir uns hier auf dem richtigen Weg befinden. Frau Gleim ist eine gute Unterstützung und ein wichtiger Baustein in der Bewältigung der Herausforderungen bezüglich der EU2 Zuwanderer der Stadt Horn-Bad Meinberg. Zusammen mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Lippe, unserer Schulsozialarbeit und ihrer Expertise in der aufsuchenden Arbeit, z.B. auch vernetzt mit dem bereits begonnenen Kochtreff und den Sprachmittlern, hoffen wir, gemeinsam die Situation zum Wohle der Stadtgesellschaft nachhaltig verbessern zu können. Es wird der kommende Sommer zeigen, inwieweit uns dies gelungen ist und in welchem Maße wir hier ggf. nachsteuern müssen. Ein guter Anfang ist gemacht.“