03.12.2019

Streetworkerin nimmt Arbeit in Horn-Bad Meinberg auf

Horn-Bad Meinberg bekommt eine Streetworkerin: Das versprach der Kreis Lippe im Herbst beim zweiten Bürgerdialog in der Stadt. Neben der Ordnungspartnerschaft zwischen Kreis Lippe, Kreispolizei und Stadt Horn-Bad Meinberg ist das eine zweite Maßnahme, mit der das Miteinander in Horn gestärkt und Problemlagen entschärft werden sollen. Als Streetworkerin nimmt Esra Gleim am 9. Dezember offiziell ihre Arbeit auf. „Den Bürgern in Horn-Bad Meinberg geben wir damit auch das Signal: Ihre Stimmen wurden gehört! Was im Bürgerdialog diskutiert und vereinbart wurde, soll auch umgesetzt werden. Uns war es wichtig, dass die Stelle des Streetworkers schnellstmöglich besetzt wird“, erklärt Sabine Beine, Leitung des Fachdienstes Soziales und Integration beim Kreis Lippe.

Streetworkerin nimmt Arbeit in Horn-Bad Meinberg auf

Streetworkerin Esra Gleim (2. von links) nimmt bald ihre Arbeit in Horn-Bad Meinberg auf, Heinz Blome (Leitung Sozialdienst Horn-Bad Meinberg), Michael Jacobsmeier (Fachbereichsleiter Bildung, Ordnung und Soziales Stadt Horn-Bad Meinberg) und Sabine Beine (Fachdienstleitung Soziales und Integration Kreis Lippe) (von links) heißen sie am neuen Arbeitsort willkommen. Foto: Kreis Lippe

 

Streetwork soll die Menschen in ihrem Lebensumfeld erreichen

„In Horn-Bad Meinberg will ich vor allem Brücken zwischen den Menschen bauen. Als Deutsch-Türkin lebe und liebe ich die bunte Vielfalt und bin deshalb zuversichtlich, dass ich in der Stadt mit meiner positiven und gleichzeitig realistischen Herangehensweise Impulse für ein offenes und positives Miteinander setzen kann“, formuliert Esra Gleim, was ihre Arbeit auszeichnet und was sie sich als Streetworkerin vorgenommen hat. Dazu wird sie für die Bürger in ihrem Büro in der Turmschule in der Leopoldstaler Straße zu festen Sprechzeiten zur Verfügung stehen. Es gehe aber auch darum, mit den Menschen in ihrem Lebensumfeld in Kontakt zu treten, erklärt Gleim den Ansatz von Streetwork. Ziel ist es, auf diese Weise alle Menschengruppen zu erreichen – entweder im Büro oder eben auch unterwegs und „auf der Straße“ als flexible Anlaufstelle, auch für spontane Gespräche. Zu den Leistungen zählen dabei neben Hilfs- und Beratungsgesprächen auch Konfliktgespräche und Konfliktprävention sowie Hilfestellung bei Anträgen.

Die 41-jährige Sozialarbeiterin engagiert sich neben dem Beruf in zahlreichen ehrenamtlichen Projekten. Dazu zählen unter anderem die Obdachlosenhilfe in Bielefeld, interkulturelle Sozialarbeit mit Kulturvereinen, Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit sowie auch unterstützende Maßnahmen und Projekte für psychisch erkrankte Menschen. Bei der Stadt Lage war sie zuletzt als Sozialarbeiterin zur Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern tätig und wechselt nun zum Kreis Lippe, für den sie zunächst schwerpunktmäßig in Horn-Bad Meinberg eingesetzt wird. „Für diese wichtige Aufgabe konnten wir mit Frau Gleim jemanden gewinnen, der in Lippe verwurzelt ist und gleichzeitig umfangreiche interkulturelle Kompetenzen mitbringt“, sind sich Michael Jacobsmeier, Fachbereichsleiter Bildung, Ordnung und Soziales Stadt Horn-Bad Meinberg, und Heinz Blome, Leitung Sozialdienst Horn-Bad Meinberg, einig.