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31.01.2018

Lippische Dorfentwicklung als Vorbild – Projekt Smart Country Side in Berlin vorgestellt

Digitalisierung für Dörfer als Chance: Dieser Grundsatz steht bei dem Projekt „Smart Country Side“ (SCS) im Mittelpunkt. Wie genau Digitalisierung für die Dorfentwicklung genutzt werden kann, hat nun das SCS-Projektteam auf dem 11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin vorgestellt. Das Dorfentwicklungskonzept – bei dem rund 20 Dörfer aus Höxter und Lippe fit für die vernetzte Zukunft gemacht werden und das gemeinsam mit dem Kreis Höxter durchgeführt wird – diente als Best-Practice-Beispiel bei dem Workshop mit dem Titel „Das Dorf von Morgen: Herausforderungen und Perspektiven im digitalen Zeitalter“.

„Das besondere an unserem Projekt ist, dass die Dorfbewohner die Chance erhalten, digitale Anwendungen bedarfsgerecht zu entwickeln und zu erproben sowie ihre digitale Kompetenz stärken können. Damit machen wir sie fit für die digitale Zukunft“, erklärt Dr. Klaus Schafmeister, Projektleiter von Smart Country Side und Leiter des Zukunftsbüros des Kreises Lippe. Er moderierte den Workshop „Das Dorf von Morgen“, bei dem rund 200 Fachteilnehmer anwesend waren. Das Interesse an dem Projekt seitens der Teilnehmer in Berlin war groß. „Unser Projekt hat Leuchtturmcharakter, die Dörfer im Kreis Lippe und Höxter werden zur Referenzregion für die Digitalisierung des ländlichen Raums. Das verdeutlicht, dass wir hier in Lippe schon auf einem sehr guten Weg im Bereich der Digitalisierung sind“, betont Ann-Kathrin Habighorst, Projektmanagerin von SCS.

Smart Country Side Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Von links: Heinz Frey (Geschäftsführer Dorfzentrum e.V.), Prof. Dr. Claudia Neu (Universität Göttingen), Florian Kreker (Projektmanager Projektwerkstatt Gesundheit 4.0), Heidrun Wuttke (Projektmanagerin SCS), Prof. Dr. Stephan Humer (Fachschule Fresenius Berlin), Dr. Klaus Schafmeister (Projektleiter SCS)

Zugleich diskutierten die Teilnehmer auch darüber, welche Bedeutung weitere Faktoren für die nachbarschaftliche Kommunikation haben. Zu diesem Aspekt referierte Prof. Dr. Stephan Humer, renommierter Internetsoziologe aus Berlin, in seiner Keynote. Die Digitalisierung könne nur als Mittel zum Zweck verstanden werden, das dazu beiträgt, Mobilität, Ehrenamt, Teilhabe und das Miteinander zu stärken. Die direkte nachbarschaftliche Kommunikation, die Unterstützung im Alltag sowie das Miteinander von Jung und Alt seien wichtige Faktoren, die das Dorf im Kern zusammenhalten. Auch Prof. Dr. Claudia Neu, stellvertretende Vorsitzende des Sachverständigenrates für ländliche Entwicklung, wies in ihrem Vortrag darauf hin, dass für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft es besonders wichtig sei, dass es gemeinsame Treffpunkte für die Bewohner gäbe.

Das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung ist ein bundesweites Treffen aller wichtigen Akteure aus dem Bereich der Dorf- und Regionalentwicklung, das jährlich im Rahmen der Grünen Woche in Berlin stattfindet und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgerichtet wird.