Artenschutz in der Eingriffsregelung

Durch ein Bau- oder Abbruchvorhaben können geschützte Tierarten betroffen sein, z.B. Fledermäuse, Turmfalke, Schleiereule, Waldkauz, Waldohreule, Steinkauz, Grünspecht, Rauchschwalbe, Mehlschwalbe, Gartenrotschwanz, Nachtigall, Zauneidechse oder Kammmolch. Der Antragsteller muss in einer Vorprüfung zum Artenschutz angeben, welche Bereiche seines Grundstückes durch das Bauvorhaben betroffen sind, z.B. Bäume, Hecken, Gewässer, etc., um einschätzen zu können, ob die o.g. Tierarten beeinträchtigt, gestört oder getötet werden. Wenn Tierarten beeinträchtigt werden, ist eine vertiefende Prüfung der Verbotstatbestände (Art-für-Art-Betrachtung, Vermeidung, Risikomanagement) durch einen Sachkundigen durchzuführen.

 
Bei größeren Bauvorhaben im Außenbereich, z.B. Errichtung einer Stallanlage, einer Biogasanlage, etc. ist eine Artenschutzprüfung (ASP) durch einen Fachmann in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) zu erstellen.

Zum Schutz von Brutstätten dürfen Gehölzbereiche (z.B. Hecken, Bäume, Hohlbäume, etc.) auf dem Baufeld in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht gerodet werden.

Damit die Vorprüfung zum Artenschutz für den Antragsteller möglichst unbürokratisch und schnell geht, wurde ein Vordruck entwickelt.

Dieser Vordruck ermöglicht einen schnellen Überblick über die Situation vor Ort und ist bei allen Bauvorhaben im Innen- und Außenbereich und in Gebieten mit Bebauungsplänen, bei denen noch keine Artenschutzprüfung (ASP) erfolgt ist oder die ASP älter als 7 Jahre ist, abzuarbeiten.

 

Weitere Informationen

Formblatt (PDF): Vorprüfung zum Artenschutz für Bau- und Abbruchvorhaben

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