Herkunftssprachlicher Unterricht

Die öffentlichen Schulen stehen allen Kindern und Jugendlichen, die für die Dauer oder vorübergehend im Land NRW wohnen, in gleicher Weise offen.

Für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind jedoch die Muttersprache und die nationale Kultur von besonderer Bedeutung, da einige Kinder zu Hause oft mehrsprachig aufwachsen. Darum werden Herkunftssprache und Landeskunde in Ergänzung zum regulären Unterricht im Herkunftssprachlichen Unterricht angeboten.

Im Bereich des Schulamtes für den Kreis Lippe werden zurzeit folgende Sprachen angeboten:

- Arabisch

- Griechisch

- Italienisch

- Polnisch

- Russisch

- Türkisch

Gut zu wissen ...

Unterricht in der Herkunftssprache ist ein zusätzliches Angebot, das für Schülerinnen und Schüler mit einer Zuwanderungsgeschichte nach Maßgabe der haushaltsrechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten und unter staatlicher Schulaufsicht an den Schulen eingerichtet wird. Aufgabe des Unterrichts ist es, auf der Grundlage des gültigen Lehrplanes die herkunftssprachlichen Fähigkeiten in Wort und Schrift zu erhalten, zu erweitern und wichtige kulturelle Kompetenzen zu vermitteln.

Der HSU wird von Lehrkräften erteilt, die in ihrem Heimatland ein Lehramt in der zu unterrichtenden Sprache oder einen anderen Hochschulabschluss erworben haben.

Gruppen für den HSU können dort eingerichtet werden, wo in der Primarstufe die Anzahl der Kinder einer gemeinsamen Herkunftssprache die Bildung einer mindestens 15 Schüler/innen umfassende Lerngruppe und an Schulen der Sekundarstufe I mindestens 18 Schüler/innen umfassende Lerngruppe dauerhaft möglich ist.

Sofern ein entsprechendes Angebot besteht, kann grundsätzlich jeder Schüler und jede Schülerin mit Migrationshintergrund am HSU der jeweiligen Herkunftssprache teilnehmen. Der Unterricht ist kostenlos. Die angemeldeten Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, den Unterricht das ganze Jahr über regelmäßig zu besuchen. Unterricht in der Herkunftssprache ist zusätzlicher Unterricht, der keinen regulären Unterricht ersetzt. Unterricht in der Herkunftssprache wird im Anschluss an den regulären Unterricht der Kinder erteilt, in der Regel am Nachmittag.

Die Schulen informieren die Eltern bei der Einschulung in die Primarschule bzw. Umschulung in eine Schule der Sekundarstufe I darüber, dass für die Schüler/innen die Möglichkeit besteht, am HSU teilzunehmen. Die Anmeldung zum Herkunftssprachlichen Unterricht gilt für die gesamte Dauer des Schulbesuchs in der Grundschule bzw. der Sekundarstufe I.

Die Anmeldung muss somit nicht jährlich wiederholt werden. Die Eltern erhalten ein Anmeldeformular, das sie ausgefüllt und unterschrieben an die Schule zurück reichen.

Die Kinder bekommen eine Bemerkung im Zeugnis, dass sie am Herkunftssprachlichen Unterricht teilgenommen haben. Bei regelmäßiger Teilnahme am Herkunftssprachlichen Unterricht in der Sekundarstufe I nimmt die Schülerin oder der Schüler am Ende der Klasse 10 (bzw. Klasse 9 am Gymnasium) an einer Sprachprüfung teil. Diese Note wird im regulären Abschlusszeugnis eingetragen. Mit einer guten Note in der Sprachprüfung kann eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgeglichen werden.

Ansprechpartnerinnen:

Frau Freytag                                                    Frau Gut

(Schulaufsicht Hauptschulen)                         (Sachbearbeitung)                           

Tel.: 05231/62-4710                                        Tel.: 05231/62-4730

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Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem unten aufgeführten Link!

Schulministerium NRW